Bucheckernstraße in München
 

Münchner Straßenverzeichnis



Bildrechte: Tortuosa, FagusSylvNuts, CC BY-SA 3.0

Bucheckern sind die Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica). Die scharf-dreikantigen, eiförmigen, etwa 1,5 Zentimeter großen Nüsschen der Buche sitzen zu zweit in einem kurz gestielten, weichspitzigen, vierlappigen, etwa 3 bis 7 Zentimeter langen Fruchtbecher (Cupula) und sind von einer braunglänzenden Schale umgeben. Reichen Fruchtbehang gibt es bei der Buche alle 5 bis 8 Jahre.

Eine Buche produziert Bucheckern, wenn sie ein Alter zwischen 40 und 80 Jahren erreicht hat. Nach einem trockenen heißen Jahr fällt die Bucheckerernte besonders reichlich aus, wobei die Erträge leicht alternierend sind, d. h. einem reichen Bucheckerjahr folgt in jedem Fall eine geringe Bucheckerernte, auch wenn die klimatischen Voraussetzungen gut sind. Bucheckern werden etwa im September reif.

Die Bucheckern werden von Vögeln und Nagetieren geschätzt und spielten in der Vergangenheit auch in der menschlichen Ernährung eine Rolle. Trotz der leichten Giftigkeit wurde im 19. Jahrhundert (und in der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg) aus den Nüssen in Ölmühlen Öl gepresst, welches sowohl beim Kochen als auch als Lampenöl Verwendung fand. In diesen Zeiten ergänzten die Bucheckern, die damals auch „Bucheln“ genannt wurden, die Nutzung des Waldes zum Zwecke der Mast. Auch zur Herstellung von Kaffeeersatz wurden Bucheckern ähnlich wie Eicheln verwendet.

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Straßenname Bucheckernstraße
Benennung 5.9.1945 Umbenennung
RubrikFlora
Kategorie Baum  Frucht  
Benennung 5.9.1945 Umbenennung
Offiziell nach den Früchten der Buche
Name alt Rotbuchenstraße
Bemerkung Umbenennung wegen Ziff. 5 notwendig
DatumQuelleA
05.09.1945Straßenbenennungen
DE-1992-STRA-40-65-1 Straßenbenennungen 1939 - 1945
Oberbürgermeister -> Militärregierung

Straßenbenennungen

Straße von Grund bis Grund
RotbuchenstraßeErstnennungKein Grund angegeben
Bucheckernstraße5.9.1945UmbenennungKein Grund angegeben


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