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   Bastianweg          

 Bastian Adolf
Adolf Bastian
Bildrechte: Benque & Kindermann (Hambourg), Adolf Bastian 1892 Benque & (...)Benque & btv1b10500763h (cropped), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Philipp Wilhelm Adolf Bastian (* 26. Juni 1826 in Bremen; † 2. Februar 1905 in Port of Spain, heute Trinidad und Tobago) war ein deutscher Arzt, Ethnologe sowie Gründungsdirektor des Museums für Völkerkunde in Berlin.

Bastian betonte in seinem theoretischen Werk die Idee von „Elementargedanken“, die bei allen Völkern nur eine geringe Varianz aufweisen („Völkergedanken“), die Einheit der Menschen und des menschlichen Geistes. Indem er die Vielfalt menschlicher Kulturen auf „Elementargedanken“ zurückführte, distanzierte er sich von Diffusionstheorien, die Wanderungen von kulturellen Merkmalen als Erklärung für Gemeinsamkeiten bei unterschiedlichen Kulturen annehmen. Er war ein erklärter Feind der Evolutionstheorie von Charles Darwin und folgte eher dem Modell der sozialdarwinistischen Evolutionisten Lewis Henry Morgan, Edward Tylor und Herbert Spencer, weswegen man Bastian – besonders im englischen Sprachraum – oft mit dem Evolutionismus in Verbindung bringt.

Man hat ihn in einer Linie mit aufgeklärten und romantischen Denkern wie Giambattista Vico, Johann Gottfried Herder und Wilhelm von Humboldt gesehen. Obwohl Bastian selbst darauf bestand, einen naturwissenschaftlichen Ansatz zu verfolgen, hat man ihn nachträglich in die geisteswissenschaftlich inspirierte und geschichtsbewusste Tradition der Ethnologie eingeordnet.

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Straßenname Bastianweg
Benennung 1978 Erstnennung
Plz 80937
Stadtbezirk 11. Milbertshofen-Am Hart | Am Hart
Kategorie Ethnologe  
Lat/Lng 48.20586 - 11.57453   
Person Bastian Adolf
geboren 26.6.1826 [Bremen]
gestorben 2.2.1905 [Port of Spain]
Kategorie Ethnologe  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118653423
Leben

Philipp Wilhelm Adolf Bastian (* 26. Juni 1826 in Bremen; † 2. Februar 1905 in Port of Spain, heute Trinidad und Tobago) war ein deutscher Arzt, Ethnologe sowie Gründungsdirektor des Museums für Völkerkunde in Berlin.

Bastian betonte in seinem theoretischen Werk die Idee von „Elementargedanken“, die bei allen Völkern nur eine geringe Varianz aufweisen („Völkergedanken“), die Einheit der Menschen und des menschlichen Geistes. Indem er die Vielfalt menschlicher Kulturen auf „Elementargedanken“ zurückführte, distanzierte er sich von Diffusionstheorien, die Wanderungen von kulturellen Merkmalen als Erklärung für Gemeinsamkeiten bei unterschiedlichen Kulturen annehmen. Er war ein erklärter Feind der Evolutionstheorie von Charles Darwin und folgte eher dem Modell der sozialdarwinistischen Evolutionisten Lewis Henry Morgan, Edward Tylor und Herbert Spencer, weswegen man Bastian – besonders im englischen Sprachraum – oft mit dem Evolutionismus in Verbindung bringt.

Man hat ihn in einer Linie mit aufgeklärten und romantischen Denkern wie Giambattista Vico, Johann Gottfried Herder und Wilhelm von Humboldt gesehen. Obwohl Bastian selbst darauf bestand, einen naturwissenschaftlichen Ansatz zu verfolgen, hat man ihn nachträglich in die geisteswissenschaftlich inspirierte und geschichtsbewusste Tradition der Ethnologie eingeordnet.

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