Auguste Amalie, Prinzessin von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
* 21.06.1788 (Straßburg) – † 13.05.1851 (München) · St. Michael
Herrscher
1788 kurpfalz-bayerische Prinzessin
1806 königlich bayerische Prinzessin
1806 Vizekönigin von Italien
1817 Herzogin von Leuchtenberg und Fürstin zu Eichstätt
1806 königlich bayerische Prinzessin
1806 Vizekönigin von Italien
1817 Herzogin von Leuchtenberg und Fürstin zu Eichstätt
Eltern
Kinder
Kinder mit Eugène de Beauharnais
-
Josephine von Leuchtenberg Königin von Schweden und Norwegen
(1807–1876)
-
Eugénie de Beauharnais Prinzessin von Leuchtenberg
(1808–1847)
-
Auguste de Beauharnais Herzog von Leuchtenberg
(1810–1835)
-
Amélie von Leuchtenberg Kaiserin von Brasilien
(1812–1873)
-
Théodelinde de Beauharnais Gräfin von Württemberg
(1814–1857)
-
Carolina Clotilde
(1816–1816)
-
Maximilian de Beauharnais Fürst Romanowsky
(1817–1852)
Auguste Amalia Ludovika von Bayern verkörpert die glanzvolle Verknüpfung des bayerischen Königshauses mit der europäischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Als älteste Tochter von König Maximilian I. Joseph wuchs sie in einer Zeit gewaltiger politischer Umbrüche auf. Ihr Lebensweg wurde maßgeblich durch die strategischen Ambitionen Kaiser Napoleons geprägt, der ihre Vermählung mit seinem Adoptivsohn Eugène de Beauharnais forderte. Diese Verbindung war der politische Preis für die Erhebung Bayerns zum Königreich.
Obwohl die Ehe aus rein staatspolitischen Erwägungen geschlossen wurde und Auguste sich anfangs gegen die Verbindung sträubte, entwickelte sich daraus eine außergewöhnlich tiefe und loyale Liebesbeziehung. Als Vizekönigin von Italien nahm sie repräsentative Aufgaben wahr, bis der Zusammenbruch des napoleonischen Reiches die Familie zur Rückkehr nach München zwang. Hier fand das Paar Zuflucht am bayerischen Hof, und Auguste erhielt durch ihren Vater den Titel einer Herzogin von Leuchtenberg.
In München prägte sie das gesellschaftliche Leben und residierte im prachtvollen Palais Leuchtenberg sowie im Schloss Ismaning. Nach dem frühen Verlust ihres Ehemannes widmete sie sich mit großem Engagement der Erziehung ihrer sieben Kinder, die sie erfolgreich in führende europäische Herrschaftshäuser verheiratete – darunter nach Schweden, Brasilien und Portugal. Diese geschickte Familienpolitik sicherte den Leuchtenbergern eine herausragende Stellung im europäischen Hochadel.
Auguste von Bayern blieb zeit ihres Lebens eine geschätzte Persönlichkeit der Münchner Stadtgesellschaft. Ihr Name ist bis heute im Stadtbild präsent, etwa durch die nach ihr benannte Augustenstraße. Als eine Frau von großer Charakterstärke und diplomatischer Klugheit bleibt sie als Schlüsselfigur in Erinnerung, die den Übergang Bayerns in die Moderne und die Festigung der Wittelsbacher Monarchie begleitete.
Obwohl die Ehe aus rein staatspolitischen Erwägungen geschlossen wurde und Auguste sich anfangs gegen die Verbindung sträubte, entwickelte sich daraus eine außergewöhnlich tiefe und loyale Liebesbeziehung. Als Vizekönigin von Italien nahm sie repräsentative Aufgaben wahr, bis der Zusammenbruch des napoleonischen Reiches die Familie zur Rückkehr nach München zwang. Hier fand das Paar Zuflucht am bayerischen Hof, und Auguste erhielt durch ihren Vater den Titel einer Herzogin von Leuchtenberg.
In München prägte sie das gesellschaftliche Leben und residierte im prachtvollen Palais Leuchtenberg sowie im Schloss Ismaning. Nach dem frühen Verlust ihres Ehemannes widmete sie sich mit großem Engagement der Erziehung ihrer sieben Kinder, die sie erfolgreich in führende europäische Herrschaftshäuser verheiratete – darunter nach Schweden, Brasilien und Portugal. Diese geschickte Familienpolitik sicherte den Leuchtenbergern eine herausragende Stellung im europäischen Hochadel.
Auguste von Bayern blieb zeit ihres Lebens eine geschätzte Persönlichkeit der Münchner Stadtgesellschaft. Ihr Name ist bis heute im Stadtbild präsent, etwa durch die nach ihr benannte Augustenstraße. Als eine Frau von großer Charakterstärke und diplomatischer Klugheit bleibt sie als Schlüsselfigur in Erinnerung, die den Übergang Bayerns in die Moderne und die Festigung der Wittelsbacher Monarchie begleitete.