Maria Anna von Österreich, Kurfürstin von Bayern
Haus: Österrreich
* 13.01.1610 (Graz) – † 25.09.1655 (München) · St. Michael
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Maximilian I.
Maria Anna von Österreich war eine der politisch einflussreichsten Frauen in der Geschichte Bayerns und eine Schlüsselfigur des Barock. Als Tochter von Kaiser Ferdinand II. und Maria Anna von Bayern (einer Tochter Herzog Wilhelms V.) war sie bereits durch ihre Geburt eng mit dem Haus Wittelsbach verbunden. Ihre Heirat mit ihrem Onkel, dem Kurfürsten Maximilian I. von Bayern, im Jahr 1635 war eine hochpolitische Allianz mitten im Dreißigjährigen Krieg.
Ihre wichtigste Aufgabe war zunächst dynastischer Natur: Während Maximilians erste Ehe kinderlos geblieben war, sicherte Maria Anna durch die Geburt zweier Söhne – des späteren Kurfürsten Ferdinand Maria und Herzog Maximilian Philipp – den Fortbestand der bayerischen Linie. Damit verhinderte sie ein drohendes Aussterben der bayerischen Wittelsbacher in einer der kritischsten Phasen der Landesgeschichte.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1651 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Schwager Albrecht die Vormundschaftsregierung für ihren minderjährigen Sohn Ferdinand Maria. In dieser Zeit bewies sie außergewöhnliches politisches Talent. Sie führte das durch den Krieg verwüstete Bayern mit Klugheit und Sparsamkeit in die Phase des Wiederaufbaus. Maria Anna war eine überzeugte Verfechterin des Absolutismus und legte Wert auf eine prunkvolle Hofhaltung, die jedoch stets von einer tiefen, jesuitisch geprägten Frömmigkeit durchdrungen war.
In München hinterließ sie bleibende kulturelle Spuren. Sie förderte den Bau der Theatinerkirche und war maßgeblich an der Gestaltung der Münchner Residenz beteiligt. Ihr politischer Einfluss reichte bis nach Wien, wo sie als kaiserliche Tochter stets die bayerischen Interessen am Kaiserhof zu wahren wusste. Unter ihrer Regentschaft begann die Transformation Münchens in eine glanzvolle barocke Residenzstadt europäischen Ranges.
Maria Anna verstarb 1665 in München. Ihr Herz wurde in der Gnadenkapelle von Altötting beigesetzt, während ihr Körper in der Münchner Michaelskirche ruht. Sie bleibt als die „starke Kurfürstin“ in Erinnerung, die Bayern die dynastische Stabilität gab, die es für seinen Aufstieg zur europäischen Großmacht benötigte.
Ihre wichtigste Aufgabe war zunächst dynastischer Natur: Während Maximilians erste Ehe kinderlos geblieben war, sicherte Maria Anna durch die Geburt zweier Söhne – des späteren Kurfürsten Ferdinand Maria und Herzog Maximilian Philipp – den Fortbestand der bayerischen Linie. Damit verhinderte sie ein drohendes Aussterben der bayerischen Wittelsbacher in einer der kritischsten Phasen der Landesgeschichte.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1651 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Schwager Albrecht die Vormundschaftsregierung für ihren minderjährigen Sohn Ferdinand Maria. In dieser Zeit bewies sie außergewöhnliches politisches Talent. Sie führte das durch den Krieg verwüstete Bayern mit Klugheit und Sparsamkeit in die Phase des Wiederaufbaus. Maria Anna war eine überzeugte Verfechterin des Absolutismus und legte Wert auf eine prunkvolle Hofhaltung, die jedoch stets von einer tiefen, jesuitisch geprägten Frömmigkeit durchdrungen war.
In München hinterließ sie bleibende kulturelle Spuren. Sie förderte den Bau der Theatinerkirche und war maßgeblich an der Gestaltung der Münchner Residenz beteiligt. Ihr politischer Einfluss reichte bis nach Wien, wo sie als kaiserliche Tochter stets die bayerischen Interessen am Kaiserhof zu wahren wusste. Unter ihrer Regentschaft begann die Transformation Münchens in eine glanzvolle barocke Residenzstadt europäischen Ranges.
Maria Anna verstarb 1665 in München. Ihr Herz wurde in der Gnadenkapelle von Altötting beigesetzt, während ihr Körper in der Münchner Michaelskirche ruht. Sie bleibt als die „starke Kurfürstin“ in Erinnerung, die Bayern die dynastische Stabilität gab, die es für seinen Aufstieg zur europäischen Großmacht benötigte.