Marie Therese von Österreich-Este, Königin von Bayern
Haus: Österreich Linie: Este
* 02.07.1849 (Brünn) – † 03.02.1919 (Schloss Wildenwart) · Frauenkirche
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Ludwig III.
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Rupprecht von Bayern Kronprinz
(1869–1955)
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Adelgunde Prinzessin von Bayern
(1870–1958)
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Maria Ludwiga Theresia Prinzessin von Bayern
(1872–1954)
-
Karl Maria Prinz von Bayern
(1874–1927)
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Franz Maria Luitpold Prinz von Bayern
(1875–1957)
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Mathilde Prinzessin von Bayern
(1877–1906)
-
Wolfgang Prinz von Bayern
(1879–1895)
-
Hildegard Maria Prinzessin von Bayern
(1881–1948)
-
Nothburga Karolina Maria Prinz von Bayern
(1883–1883)
-
Wiltrude Marie Alix Prinzessin von Bayern
(1884–1975)
-
Helmtrude Prinzessin von Bayern
(1886–1977)
-
Dietlinde Prinzessin von Bayern
(1888–1889)
-
Gundelinde Prinzessin von Bayern
(1891–1983)
Marie Therese von Österreich-Este war die letzte Königin von Bayern und eine Persönlichkeit, die durch ihre tiefe soziale Verwurzelung und ihre unprätentiöse Art das Bild der Monarchie in München nachhaltig prägte. Als Erbin des Hauses Modena brachte sie nicht nur eine bedeutende Abstammung in die Ehe mit dem späteren König Ludwig III. ein, sondern auch eine immense Vitalität, die sie in den Dienst der bayerischen Landwirtschaft und Wohltätigkeit stellte.
In der Münchner Stadtgesellschaft war sie eine präsente und geschätzte Figur. Gemeinsam mit ihrem Ehemann widmete sie sich leidenschaftlich der Bewirtschaftung des Musterguts Leutstetten. Ihre Expertise in der Viehzucht und Molkerei brachte ihr im Volk den humorvollen, aber durchaus respektvollen Beinamen „Topfenresel“ ein – ein Spiegelbild ihrer Bodenständigkeit, die im starken Kontrast zum distanzierten Auftreten früherer Königinnen stand. Marie Therese verstand es, die Rolle einer Landesmutter modern zu interpretieren, indem sie sich intensiv für die Belange der Landfrauen und die Verbesserung der ländlichen Lebensbedingungen einsetzte.
Während des Ersten Weltkriegs engagierte sie sich unermüdlich in der Verwundetenfürsorge und gründete zahlreiche soziale Stiftungen, die weit über das Kriegsende hinaus Bestand hatten. Trotz ihrer Popularität traf sie das Ende der Monarchie im Zuge der Novemberrevolution hart. Sie war die erste bayerische Königin, die die Residenz fluchtartig verlassen musste, was das abrupte Ende einer Ära markierte. In der Stadtgeschichte bleibt sie als eine Frau in Erinnerung, die Pflichtgefühl mit einer tiefen Liebe zur bayerischen Heimat und deren Menschen verband. Ihr Tod im Exil und die spätere feierliche Beisetzung in der Münchner Frauenkirche verdeutlichten noch einmal die tiefe Verbundenheit, die viele Münchner zu ihrer letzten Königin empfanden.
In der Münchner Stadtgesellschaft war sie eine präsente und geschätzte Figur. Gemeinsam mit ihrem Ehemann widmete sie sich leidenschaftlich der Bewirtschaftung des Musterguts Leutstetten. Ihre Expertise in der Viehzucht und Molkerei brachte ihr im Volk den humorvollen, aber durchaus respektvollen Beinamen „Topfenresel“ ein – ein Spiegelbild ihrer Bodenständigkeit, die im starken Kontrast zum distanzierten Auftreten früherer Königinnen stand. Marie Therese verstand es, die Rolle einer Landesmutter modern zu interpretieren, indem sie sich intensiv für die Belange der Landfrauen und die Verbesserung der ländlichen Lebensbedingungen einsetzte.
Während des Ersten Weltkriegs engagierte sie sich unermüdlich in der Verwundetenfürsorge und gründete zahlreiche soziale Stiftungen, die weit über das Kriegsende hinaus Bestand hatten. Trotz ihrer Popularität traf sie das Ende der Monarchie im Zuge der Novemberrevolution hart. Sie war die erste bayerische Königin, die die Residenz fluchtartig verlassen musste, was das abrupte Ende einer Ära markierte. In der Stadtgeschichte bleibt sie als eine Frau in Erinnerung, die Pflichtgefühl mit einer tiefen Liebe zur bayerischen Heimat und deren Menschen verband. Ihr Tod im Exil und die spätere feierliche Beisetzung in der Münchner Frauenkirche verdeutlichten noch einmal die tiefe Verbundenheit, die viele Münchner zu ihrer letzten Königin empfanden.