Ludwig III., König
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 07.01.1845 (München) – † 18.10.1921 (Schloss Nádasdy in Sárvár) · Frauenkirche
Kinder
Kinder mit Marie Therese von Österreich-Este
-
Rupprecht von Bayern Kronprinz
(1869–1955)
-
Adelgunde Prinzessin von Bayern
(1870–1958)
-
Maria Ludwiga Theresia Prinzessin von Bayern
(1872–1954)
-
Karl Maria Prinz von Bayern
(1874–1927)
-
Franz Maria Luitpold Prinz von Bayern
(1875–1957)
-
Mathilde Prinzessin von Bayern
(1877–1906)
-
Wolfgang Prinz von Bayern
(1879–1895)
-
Hildegard Maria Prinzessin von Bayern
(1881–1948)
-
Nothburga Karolina Maria Prinz von Bayern
(1883–1883)
-
Wiltrude Marie Alix Prinzessin von Bayern
(1884–1975)
-
Helmtrude Prinzessin von Bayern
(1886–1977)
-
Dietlinde Prinzessin von Bayern
(1888–1889)
-
Gundelinde Prinzessin von Bayern
(1891–1983)
Ludwig III. ging als letzter Regent der Wittelsbacher-Dynastie in die bayerische Geschichte ein. Er übernahm die Regierungsgeschäfte zunächst stellvertretend für seinen Cousin, den offiziell regierungsunfähigen König Otto. Erst durch eine Verfassungsänderung wurde es ihm ermöglicht, selbst die Königswürde anzunehmen, was den Übergang von einer rein traditionellen hin zu einer parlamentarisch geprägten Monarchie einleitete.
Im Gegensatz zu seinen eher kunstsinnigen Vorgängern zeichnete sich Ludwig durch eine ausgeprägte Naturverbundenheit und ein tiefes Interesse an der Landwirtschaft aus. Sein bürgerlicher Lebensstil und seine Leidenschaft für das Mustergut Leutstetten brachten ihm im Volksmund den durchaus respektvoll gemeinten Beinamen „Millibauer“ ein. Er pflegte einen unprätentiösen Umgang, flanierte oft ohne großes Gefolge durch die Straßen Münchens und suchte das Gespräch mit der Bevölkerung.
Seine Regierungszeit war jedoch massiv durch die Belastungen des Ersten Weltkriegs geprägt. Obwohl er sich für bayerische Eigeninteressen einsetzte und die Truppen an der Front besuchte, verlor die Krone angesichts der wirtschaftlichen Not und der Lebensmittelknappheit zusehends an Rückhalt. Während die Verwaltung versuchte, soziale Missstände durch Reformen abzufedern, empfand das Volk die Monarchie zunehmend als unzeitgemäß.
Die Novemberrevolution markierte schließlich das abrupte Ende seiner Herrschaft. Als erster deutscher Bundesfürst wurde er vom Thron vertrieben, woraufhin er sich ins Privatleben zurückzog. Mit seiner Absetzung endete eine über sieben Jahrhunderte währende Ära, und Bayern wandelte sich zum Freistaat. Ludwig III. bleibt als bodenständiger, aber tragischer Monarch in Erinnerung, dessen Bestrebungen nach Modernisierung von den weltpolitischen Ereignissen überholt wurden.
Im Gegensatz zu seinen eher kunstsinnigen Vorgängern zeichnete sich Ludwig durch eine ausgeprägte Naturverbundenheit und ein tiefes Interesse an der Landwirtschaft aus. Sein bürgerlicher Lebensstil und seine Leidenschaft für das Mustergut Leutstetten brachten ihm im Volksmund den durchaus respektvoll gemeinten Beinamen „Millibauer“ ein. Er pflegte einen unprätentiösen Umgang, flanierte oft ohne großes Gefolge durch die Straßen Münchens und suchte das Gespräch mit der Bevölkerung.
Seine Regierungszeit war jedoch massiv durch die Belastungen des Ersten Weltkriegs geprägt. Obwohl er sich für bayerische Eigeninteressen einsetzte und die Truppen an der Front besuchte, verlor die Krone angesichts der wirtschaftlichen Not und der Lebensmittelknappheit zusehends an Rückhalt. Während die Verwaltung versuchte, soziale Missstände durch Reformen abzufedern, empfand das Volk die Monarchie zunehmend als unzeitgemäß.
Die Novemberrevolution markierte schließlich das abrupte Ende seiner Herrschaft. Als erster deutscher Bundesfürst wurde er vom Thron vertrieben, woraufhin er sich ins Privatleben zurückzog. Mit seiner Absetzung endete eine über sieben Jahrhunderte währende Ära, und Bayern wandelte sich zum Freistaat. Ludwig III. bleibt als bodenständiger, aber tragischer Monarch in Erinnerung, dessen Bestrebungen nach Modernisierung von den weltpolitischen Ereignissen überholt wurden.