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Hildegard Maria, Prinzessin von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: Bayern

* 05.03.1881 (München) – † 02.02.1948 (Schloss Wildenwart) · Frauenkirche

Hildegard Maria

Kinder

Keine Kinder erfasst
Prinzessin Hildegard Maria von Bayern wuchs als Tochter von König Ludwig III. und seiner Gemahlin Maria Theresa von Österreich-Este in der Endphase der bayerischen Monarchie auf. In einem Haushalt mit zwölf Geschwistern erzogen, war ihr Leben von Beginn an durch die strengen, aber auch familiär engen Strukturen des Hauses Wittelsbach geprägt. Während ihr Vater als letzter bayerischer König in die Geschichte einging, verkörperte Hildegard die Rolle einer pflichtbewussten Prinzessin, deren Wirkungskreis eng mit den repräsentativen und wohltätigen Aufgaben des Hofes verknüpft war.

Ihr Alltag in München und auf den ländlichen Sitzen der Familie war von einer tiefen Verwurzelung im katholischen Glauben und der bayerischen Heimat bestimmt. Wie viele weibliche Mitglieder ihrer Familie engagierte sie sich in sozialen Belangen, was ihr in der Münchner Bevölkerung eine respektvolle Anerkennung einbrachte. Die Umbrüche der Revolution von 1918 und das damit verbundene Ende der Regierungszeit ihres Vaters markierten eine schmerzhafte Zäsur in ihrem Leben, die sie jedoch mit der für die Wittelsbacher typischen Haltung und Zurückhaltung ertrug.

In der Zeit nach der Monarchie blieb Hildegard eine wichtige Stütze innerhalb des Familiengefüges. Sie blieb unverheiratet und widmete ihr Leben der Fürsorge für ihre Angehörigen sowie der Bewahrung des dynastischen Erbes unter den veränderten politischen Vorzeichen. Als „Prinzessin Hildegard“ blieb sie im Bewusstsein der Münchner Stadtgesellschaft eine geschätzte Persönlichkeit, die die Kontinuität der bayerischen Geschichte auch in republikanischen Zeiten verkörperte. Ihr Lebensweg steht symbolisch für jenen Teil des bayerischen Hochadels, der trotz des Verlustes von Macht und Privilegien seine tiefe Identität mit Land und Leuten bewahrte.