Rupprecht von Bayern, Kronprinz
Haus: Wittelsbach
* 18.05.1869 (München) – † 02.08.1955 (Schloss Leutstetten)
Ehen:
1. 10.07.1900 · mit Marie Gabriele in Bayern
2. 07.04.1921 in Schloss Hohenburg bei Lenggries/Oberbayern · mit Antonia von Luxemburg
1. 10.07.1900 · mit Marie Gabriele in Bayern
2. 07.04.1921 in Schloss Hohenburg bei Lenggries/Oberbayern · mit Antonia von Luxemburg
Kinder
Kinder mit Marie Gabriele in Bayern
Kinder mit Antonia von Luxemburg
Kronprinz Rupprecht von Bayern war der letzte Thronfolger des Königreichs Bayern und eine der profiliertesten Persönlichkeiten der bayerischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Als ältester Sohn von König Ludwig III. und Marie Therese von Österreich-Este vereinte er in seiner Person die Tradition des Hauses Wittelsbach mit den Herausforderungen der modernen Zeitgeschichte.
Im Ersten Weltkrieg diente Rupprecht als hochrangiger Militärbefehlshaber. Er befehligte die 6. Armee an der Westfront und wurde später zum Generalfeldmarschall sowie zum Oberbefehlshaber einer nach ihm benannten Heeresgruppe befördert. Trotz seiner militärischen Erfolge, wie in der Schlacht in Lothringen, stand er der preußisch geprägten Obersten Heeresleitung oft kritisch gegenüber und erkannte früh die Aussichtslosigkeit eines reinen Abnutzungskrieges.
Die Novemberrevolution von 1918 beendete abrupt seine Aussichten auf den Thron. Da Bayern zur Republik erklärt wurde, verbrachte Rupprecht den Rest seines Lebens als Privatmann, blieb jedoch eine zentrale Integrationsfigur für die bayerischen Monarchisten und die Bevölkerung. Er weigerte sich strikt, mit den Nationalsozialisten zu kooperieren, und wurde aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber Hitler zu einem Symbol des konservativen Widerstands. Die NS-Führung betrachtete ihn mit großem Misstrauen, was schließlich dazu führte, dass er während des Zweiten Weltkriegs ins Exil nach Italien gehen musste, während Teile seiner Familie in Konzentrationslager verschleppt wurden.
Nach dem Krieg kehrte Rupprecht nach Bayern zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1955 im Schloss Leutstetten und in der Münchner Residenz lebte. Obwohl eine Wiederherstellung der Monarchie politisch nicht mehr realisierbar war, genoss er als "ungekrönter König von Bayern" bis zuletzt höchste gesellschaftliche Anerkennung. Er war zudem ein leidenschaftlicher Kunstsammler und Förderer der Wissenschaft, was sich in den umfangreichen Sammlungen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds widerspiegelt.
Rupprecht von Bayern verstarb im Alter von 86 Jahren und wurde mit einem Staatsbegräbnis geehrt, das die tiefe Verbundenheit der bayerischen Bevölkerung mit ihrem ehemaligen Herrscherhaus unterstrich. Er ruht in der Gruft der Theatinerkirche in München. Sein Vermächtnis ist geprägt von seiner Rolle als Brückenbauer zwischen der monarchischen Tradition und dem demokratischen Bayern der Nachkriegszeit.
Im Ersten Weltkrieg diente Rupprecht als hochrangiger Militärbefehlshaber. Er befehligte die 6. Armee an der Westfront und wurde später zum Generalfeldmarschall sowie zum Oberbefehlshaber einer nach ihm benannten Heeresgruppe befördert. Trotz seiner militärischen Erfolge, wie in der Schlacht in Lothringen, stand er der preußisch geprägten Obersten Heeresleitung oft kritisch gegenüber und erkannte früh die Aussichtslosigkeit eines reinen Abnutzungskrieges.
Die Novemberrevolution von 1918 beendete abrupt seine Aussichten auf den Thron. Da Bayern zur Republik erklärt wurde, verbrachte Rupprecht den Rest seines Lebens als Privatmann, blieb jedoch eine zentrale Integrationsfigur für die bayerischen Monarchisten und die Bevölkerung. Er weigerte sich strikt, mit den Nationalsozialisten zu kooperieren, und wurde aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber Hitler zu einem Symbol des konservativen Widerstands. Die NS-Führung betrachtete ihn mit großem Misstrauen, was schließlich dazu führte, dass er während des Zweiten Weltkriegs ins Exil nach Italien gehen musste, während Teile seiner Familie in Konzentrationslager verschleppt wurden.
Nach dem Krieg kehrte Rupprecht nach Bayern zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1955 im Schloss Leutstetten und in der Münchner Residenz lebte. Obwohl eine Wiederherstellung der Monarchie politisch nicht mehr realisierbar war, genoss er als "ungekrönter König von Bayern" bis zuletzt höchste gesellschaftliche Anerkennung. Er war zudem ein leidenschaftlicher Kunstsammler und Förderer der Wissenschaft, was sich in den umfangreichen Sammlungen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds widerspiegelt.
Rupprecht von Bayern verstarb im Alter von 86 Jahren und wurde mit einem Staatsbegräbnis geehrt, das die tiefe Verbundenheit der bayerischen Bevölkerung mit ihrem ehemaligen Herrscherhaus unterstrich. Er ruht in der Gruft der Theatinerkirche in München. Sein Vermächtnis ist geprägt von seiner Rolle als Brückenbauer zwischen der monarchischen Tradition und dem demokratischen Bayern der Nachkriegszeit.