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Irmingard von Bayern, Prinzessin von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: Bayern

* 29.05.1923 (Berchtesgarden) – † 23.10.2010 (Leutstetten) · Friedhof

Ehen:
1. 19.07.1950 in Leutstetten · mit Ludwig Karl
Irmingard von Bayern

Kinder

Hier ist die Umformulierung für das Porträt von Irmingard von Bayern für „stadtgeschichte-muenchen.de“:

Irmingard von Bayern: Widerstand und Erbe auf Schloss Leutstetten
Prinzessin Irmingard von Bayern, eine Tochter des Kronprinzen Rupprecht und der Prinzessin Antonia von Luxemburg, gilt als eine der profiliertesten Persönlichkeiten der Wittelsbacher im 20. Jahrhundert. Ihr Lebensweg war untrennbar mit den dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte verknüpft. Da ihre Familie als entschiedene Gegner des Nationalsozialismus galt, war ihre Jugend von Flucht und Verfolgung geprägt. Besonders einschneidend war ihre Verhaftung durch die Gestapo, die schließlich in der Internierung in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau mündete – ein Schicksal, das sie mit ihren Schwestern und ihrer Mutter teilte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung kehrte sie in ihre bayerische Heimat zurück. Durch ihre Hochzeit mit ihrem Cousin Ludwig von Bayern blieb sie dem Haus Wittelsbach auch nach außen hin eng verbunden. Das Paar bezog das Schloss Leutstetten bei Starnberg, das unter ihrer Leitung zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Fixpunkt für die Region und die Landeshauptstadt München wurde. Irmingard widmete sich dort mit großer Leidenschaft der Landwirtschaft und der Pferdezucht, insbesondere der Erhaltung der berühmten Trakehner.

In der Münchner Stadtgesellschaft war sie bis ins hohe Alter als eine Frau von großem Charisma und wachem Geist bekannt. Sie verstand es, die Traditionen ihres Hauses mit den Anforderungen der modernen Zeit zu versöhnen. Ihre Lebenserinnerungen, in denen sie die Leiden der NS-Zeit und den Neuanfang danach dokumentierte, sind ein bedeutendes Zeugnis bayerischer Zeitgeschichte. Als Bewahrerin des familiären Erbes und als Mahnerin gegen das Vergessen bleibt sie als eine der prägenden Frauengestalten der Wittelsbacher Moderne in Erinnerung.