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Antonia von Luxemburg

Haus: Nassau Linie: Weilburg

* 07.10.1899 (Schloss Hohenburg) – † 31.07.1954 (Lenzerheide, Schweiz)

Ehen:
1. 07.04.1921 in Schloss Hohenburg bei Lenggries/Oberbayern · mit Rupprecht von Bayern
Antonia von Luxemburg
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Antonia (Antoinette) von Luxemburg war die letzte Kronprinzessin von Bayern und eine Persönlichkeit von großer tragischer Tiefe in der jüngeren Wittelsbacher Geschichte. Als Tochter von Großherzog Wilhelm IV. von Luxemburg und Maria Anna von Portugal stammte sie aus einem Haus, das eng mit den europäischen Dynastien verwoben war. Ihre Vermählung mit dem bayerischen Kronprinzen Rupprecht im Jahr 1921 machte sie zur zentralen weiblichen Figur der ehemaligen königlichen Familie in der jungen Weimarer Republik.

Obwohl die Monarchie in Bayern bereits abgeschafft war, genoss Antonia in der Münchner Bevölkerung hohes Ansehen. Sie galt als gütige und volksnahe Frau, die ihren Gemahl in dessen schwieriger Rolle als ehemaliger Thronfolger unterstützte. Ihr Leben nahm jedoch eine dramatische Wendung während der Zeit des Nationalsozialismus. Da das Haus Wittelsbach in Opposition zum NS-Regime stand, geriet die Familie ins Visier der Machthaber.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Antonia zusammen mit ihren Kindern verhaftet und in die Konzentrationslager Sachsenhausen und später Dachau verschleppt. Die brutale Haftzeit untergrub ihre Gesundheit massiv. In der Stadtgeschichte Münchens wird sie daher nicht nur als Prinzessin, sondern vor allem als Opfer und Symbolfigur des Widerstands gegen die Tyrannei erinnert. Ihr Schicksal verdeutlicht den hohen Preis, den die Wittelsbacher für ihre moralische Standhaftigkeit zahlten.

Nach dem Krieg kehrte sie zwar ins öffentliche Leben zurück, konnte sich jedoch nie vollständig von den Qualen der Lagerzeit erholen. Sie verstarb fern der bayerischen Heimat in der Schweiz, wurde aber auf eigenen Wunsch in der Familiengruft in Italien beigesetzt.