Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Die Taliban eroberten Kabul und riefen ein islamisches Emirat aus, was einen tiefgreifenden politischen Wandel in Afghanistan bedeutete. Sie errichteten eine Herrschaft auf Grundlage einer strengen Auslegung der Scharia. Frauenrechte wurden massiv eingeschränkt, Bildung und freie Meinungsäußerung stark unterdrückt. Die internationale Gemeinschaft reagierte kritisch und erkannte das Regime nicht an. Die Machtübernahme beendete zwar den Bürgerkrieg, führte aber zu einer repressiven und isolierten Regierung, die das Land langfristig prägte und instabil machte.
Die Buddha-Statuen von Bamiyan waren zwei monumentale Skulpturen in Afghanistan, die als Meisterwerke buddhistischer Kunst galten. Sie wurden in Felswände gemeißelt und repräsentierten die kulturelle Blüte entlang der Seidenstraße. Durch Sprengungen und schwere Geschütze zerstörten die Taliban die Statuen aus religiöser Intoleranz, was weltweit Entsetzen auslöste. Die Ruinen sind heute ein Symbol für den Verlust kulturellen Erbes und stehen als Mahnmal für den Schutz historischer Stätten. Rekonstruktionsbemühungen und UNESCO-Schutz bewahren ihre Erinnerung.