Dorothea Susanne, Pfalzgräfin
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Simmern
* 15.11.1544 (Simmern) – † 08.04.1592 (Weimar) Weimar /Stadtkirche St. Peter und Paul
Kinder
Kinder mit Johann Wilhelm I.
Dorothea Susanne von der Pfalz war eine zentrale Akteurin in den konfessionellen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts. Als Tochter des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz wuchs sie in einem streng calvinistisch geprägten Umfeld auf, das ihre spätere politische und religiöse Haltung maßgeblich beeinflusste.
Durch ihre Vermählung mit Herzog Johann Wilhelm I. von Sachsen-Weimar wurde sie Teil des ernestinischen Hauses Wettin. Diese Verbindung diente der Festigung des protestantischen Lagers im Reich, führte jedoch innerhalb Sachsens zu massiven Spannungen. Während ihr Ehemann dem Gnesiolutheranismus anhing, blieb Dorothea Susanne eine entschlossene Verfechterin des reformierten Glaubens. Ihr Wirken am Weimarer Hof war geprägt von dem Bemühen, die konfessionelle Ausrichtung ihres Vaters zu fördern, was sie in direkten Konflikt mit den lutherischen Räten ihres Mannes brachte.
Nach dem Tod ihres Gemahls übernahm sie die Vormundschaft über ihre Söhne und versuchte, deren Erziehung im Sinne des calvinistischen Bekenntnisses zu gestalten. In dieser Zeit agierte sie als eigenständige Regentin, die ihre dynastischen Rechte gegen die Übergriffe verwandter Linien und des Kaisers verteidigte.
Ihr Leben steht exemplarisch für die Rolle hochadeliger Frauen als konfessionelle Identitätsstifterinnen, die durch ihre Herkunft und Standfestigkeit die religiöse Landkarte ihrer Territorien nachhaltig beeinflussten.
Durch ihre Vermählung mit Herzog Johann Wilhelm I. von Sachsen-Weimar wurde sie Teil des ernestinischen Hauses Wettin. Diese Verbindung diente der Festigung des protestantischen Lagers im Reich, führte jedoch innerhalb Sachsens zu massiven Spannungen. Während ihr Ehemann dem Gnesiolutheranismus anhing, blieb Dorothea Susanne eine entschlossene Verfechterin des reformierten Glaubens. Ihr Wirken am Weimarer Hof war geprägt von dem Bemühen, die konfessionelle Ausrichtung ihres Vaters zu fördern, was sie in direkten Konflikt mit den lutherischen Räten ihres Mannes brachte.
Nach dem Tod ihres Gemahls übernahm sie die Vormundschaft über ihre Söhne und versuchte, deren Erziehung im Sinne des calvinistischen Bekenntnisses zu gestalten. In dieser Zeit agierte sie als eigenständige Regentin, die ihre dynastischen Rechte gegen die Übergriffe verwandter Linien und des Kaisers verteidigte.
Ihr Leben steht exemplarisch für die Rolle hochadeliger Frauen als konfessionelle Identitätsstifterinnen, die durch ihre Herkunft und Standfestigkeit die religiöse Landkarte ihrer Territorien nachhaltig beeinflussten.