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Margarete von Bayern, Kurfürstin von der Pfalz

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Heidelberg

* 07.11.1456 (Amberg) – † 25.02.1501 (Heidelberg) · Heiliggeistkirche

Ehen:
1. 1474 in Amberg · mit Philipp
Margarete von Bayern
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Margarete von Bayern war eine zentrale Gestalt im dynastischen Gefüge der Wittelsbacher des 15. Jahrhunderts. Als Tochter Herzog Ludwigs IX., des Reichen, von Bayern-Landshut und der Prinzessin Amalia von Sachsen, war ihr Lebensweg von Geburt an darauf ausgerichtet, durch eine strategische Vermählung die politischen Bande innerhalb des Hauses Wittelsbach zu festigen. Ihre Hochzeit mit dem pfälzischen Kurfürsten Philipp dem Aufrichtigen war ein glanzvolles Ereignis, das die enge Verwandtschaft und die gegenseitigen Interessen der Landshuter und Heidelberger Linien unterstrich.

An der Seite ihres Gemahls führte Margarete ein Leben, das von den kulturellen und politischen Spannungsfeldern der frühen Renaissance geprägt war. Sie galt als hochgebildete und charakterstarke Fürstin, die am Heidelberger Hof nicht nur für eine außergewöhnlich kinderreiche Nachkommenschaft sorgte, sondern auch maßgeblich zum Ansehen der kurpfälzischen Residenz beitrug. Ihr Einfluss erstreckte sich dabei weit über die rein repräsentativen Aufgaben hinaus; sie war eine wichtige Ratgeberin und Stütze ihres Ehemannes in einer Zeit, in der das Haus Wittelsbach seine Machtansprüche gegen äußere Widerstände verteidigen musste.

Durch ihre Herkunft aus dem wohlhabenden Bayern-Landshut brachte sie zudem eine beachtliche Mitgift in die Pfalz, was die wirtschaftliche Basis der kurfürstlichen Familie stärkte. In der Münchner Stadtgeschichte wird Margarete als Bindeglied zwischen den bayerischen Teilherzogtümern und der Pfalz erinnert. Ihr Schicksal verdeutlicht die Rolle der Frauen im Hause Wittelsbach, die durch kluge Diplomatie und familiären Zusammenhalt das Überleben und den Glanz ihrer Dynastie über Generationen hinweg sicherten.