Elisabeth von der Pfalz, Markgräfin von Baden
* 16.11.1483 (Heidelberg) – † 24.06.1522 (Baden-Baden) Baden-Baden /Stiftskirche
Kinder
Innerhalb der biografischen Aufzeichnungen auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ steht Elisabeth für die strategische Heiratspolitik jener Ära. Durch ihre Vermählung mit Markgraf Philipp I. von Baden trug sie dazu bei, die Interessen der Pfälzer Wittelsbacher im südwestdeutschen Raum zu verankern. In einer Zeit, die von territorialen Umbrüchen und der Suche nach politischem Gleichgewicht geprägt war, fungierte sie als wichtiges Bindeglied zwischen zwei der einflussreichsten Häuser Süddeutschlands.
Ihr Wirken als Landesmutter war von einem tiefen Pflichtbewusstsein gegenüber ihrem neuen Herrschaftsbereich geprägt, wobei sie die familiären Bande zu ihren pfälzischen Verwandten stets pflegte. Als Stammmutter zahlreicher Nachkommen sicherte sie den Fortbestand der badischen Linie und festigte gleichzeitig das Ansehen der Wittelsbacher in der Fremde. Ihre Biografie ist ein Zeugnis dafür, wie hochadelige Frauen durch Klugheit und dynastische Loyalität den kulturellen Austausch und den politischen Frieden zwischen den Fürstenhäusern sicherten.
Elisabethe, geb. in Heidelberg am 16. Nov. 1483, verl. in Lorsch am 25. Nov. 1493, verm, in Frankfurt a./M. am 30. Septbr. 1498 mit Wilhelm III (dem Jüngern oder Reichen) Landgrafen von Hessen, welcher am 8. Septbr. 1471 auf Schloss Blankenstein geb. war, in Rauschenberg am 17. Febr. 1500 starb und zu Marburg bei St. Elisabeth begr. liegt. (Merkwürdiges Grabmal daselbst.)
Elisabethe, in dieser Ehe kinderlos, verlobte sich hierauf in Heidelberg am 27. Jan. 1503 mit dem Markgrafen Philipp I von Baden, welchem sie daselbst am 30. gl. M. angetraut wurde.
Philipp ist geb. am 6. Nov. 1479, starb am 17. Sept. 1533 und ruht in der Stiftskirche zu Baden. (Monument mit Inschrift.)
Elisabethe gebar ihrem zweiten Gemahle 4 Söhne und 2 Töchter, starb in Baden am 24. Juni 1522 und ruht daselbst in der Stiftskirche.