Start Personen Herrscher Literatur Plan Linien

Karoline Auguste von Bayern, Kaiserin von Österreich

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken

* 08.02.1792 (Mannheim) – † 09.02.1873 (Wien) · Kapuzinergruft

Ehen:
1. 08.06.1808 in München, Grünen Galerie der Münchner Residenz · mit Wilhelm I.
2. 10.11.1816 in Pfarrkirche des Kaiserhofes · mit Franz II.
Karoline Auguste von Bayern

Kinder

Keine Kinder erfasst
Karoline Charlotte Auguste von Bayern entstammte dem Haus Wittelsbach und wuchs in einem Umfeld auf, das stark von höfischer Repräsentation, religiöser Prägung und dynastischer Verantwortung bestimmt war. Ihr Lebensweg führte sie früh in die großen Herrscherhäuser des süddeutschen und österreichischen Raums. Eine erste Ehe verband sie mit dem württembergischen Königshaus, erwies sich jedoch als politisch motivierte Verbindung ohne dauerhaften Bestand. Nach deren Auflösung kehrte sie in den Kreis ihrer Familie zurück, bevor sie später an der Seite des österreichischen Kaisers Franz I. eine neue und weit bedeutendere Rolle einnahm.

Als Kaiserin von Österreich stand Karoline Auguste nicht im Zentrum der Machtpolitik, prägte jedoch das höfische Leben durch Pflichtbewusstsein, Beständigkeit und persönliches Engagement. Sie verstand ihre Stellung weniger als politische Bühne, sondern als Möglichkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Besonders ausgeprägt war ihr Einsatz für karitative und soziale Aufgaben: Sie unterstützte Einrichtungen der Armenfürsorge, der Krankenpflege und der Erziehung und förderte religiöse Stiftungen sowie Bildungsinitiativen. Zeitgenossen beschrieben sie als zurückhaltend, aber konsequent, mit einem ausgeprägten Sinn für Ordnung, Moral und Mitmenschlichkeit.

Auch nach dem Tod ihres Gemahls blieb sie eine angesehene Persönlichkeit am Wiener Hof und darüber hinaus. Ihre Rolle innerhalb der Dynastien Bayerns und Österreichs macht sie zu einer wichtigen Verbindungsgestalt zwischen den Häusern Wittelsbach und Habsburg. Im Stammbaum steht Karoline Auguste exemplarisch für jene Mitglieder des Hochadels, deren Wirkung weniger durch politische Entscheidungen als durch soziale, kulturelle und wohltätige Impulse geprägt war.