Élisabeth Charlotte d’Orléans, Herzogin von Lothringen
Haus: Orléans
* 13.09.1676 (Saint-Cloud) – † 23.12.1744 (Commercy) Nancy /Grabkapelle der lothringischen Herzöge in der Kirche Saint-François-des-Cordeliers
Herrscher
1698 bis 1729 Herzogin von Lothringen
anschließend dessen Regentin
ab 1737 Fürstin von Commercy
anschließend dessen Regentin
ab 1737 Fürstin von Commercy
Eltern
Kinder
Kinder mit Leopold I.
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Léopold Prinz von Lothringen
(1699–1700)
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Élisabeth Charlotte Prinzessin von Lothringen
(1700–1711)
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Louise Christine Prinzessin von Lothringen
(1701–1701)
-
Marie Gabrièle Charlotte Prinzessin von Lothringen
(1702–1711)
-
Louis Erbprinz von Lothringen
(1704–1711)
-
Joséphine Gabrièle Prinzessin von Lothringen
(1705–1708)
-
Gabrièle Louise Prinzessin von Lothringen
(1706–1710)
-
Leopold Clemens Karl Erbprinz von Lothringen
(1707–1723)
-
Franz I. Stephan Kaiser des HRR
(1708–1765)
-
Éléonore Prinzessin von Lothringen
(1710–1710)
-
Elisabeth Therese Königin von Sardinien
(1711–1741)
-
Karl Alexander Prinz von Lothringen und Bar
(1712–1780)
-
Anna Charlotte Prinzessin von Lothringen
(1714–1773)
-
totgeborene Tochter 1715 Prinzessin von Lothringen
(1715–1715)
Élisabeth Charlotte d’Orléans, als Tochter von Herzog Philipp I. von Orléans und der berühmten Liselotte von der Pfalz eine Prinzessin von Geblüt, nahm eine zentrale Rolle in der europäischen Diplomatie des frühen 18. Jahrhunderts ein. Durch ihre Vermählung mit Herzog Leopold von Lothringen wurde sie Herzogin von Lothringen und Bar. Diese Verbindung war von hoher politischer Relevanz, da sie die Aussöhnung zwischen dem Haus Bourbon und dem Haus Lothringen nach jahrzehntelangen Konflikten besiegeln sollte.
Nach dem Tod ihres Gemahls übernahm sie die Regentschaft über die Herzogtümer und bewies dabei außergewöhnliches diplomatisches Geschick sowie administrative Weitsicht. In einer Ära, die von den Expansionsbestrebungen ihres Neffen Ludwig XV. geprägt war, kämpfte sie leidenschaftlich für die Souveränität Lothringens. Ihr Wirken war gezeichnet von der schwierigen Balance zwischen ihrer französischen Herkunft und ihrer Verantwortung gegenüber dem lothringischen Staatswesen.
Als Mutter des späteren Kaisers Franz I. Stephan legte sie den genealogischen Grundstein für das Haus Habsburg-Lothringen. Ihr späteres Wirken als souveräne Fürstin von Commercy unterstreicht ihre lebenslange politische Eigenständigkeit. Élisabeth Charlotte gilt als eine der profiliertesten weiblichen Gestalten des Barock, die den Übergang Lothringens in die Einflusssphäre der Moderne maßgeblich begleitete.
Nach dem Tod ihres Gemahls übernahm sie die Regentschaft über die Herzogtümer und bewies dabei außergewöhnliches diplomatisches Geschick sowie administrative Weitsicht. In einer Ära, die von den Expansionsbestrebungen ihres Neffen Ludwig XV. geprägt war, kämpfte sie leidenschaftlich für die Souveränität Lothringens. Ihr Wirken war gezeichnet von der schwierigen Balance zwischen ihrer französischen Herkunft und ihrer Verantwortung gegenüber dem lothringischen Staatswesen.
Als Mutter des späteren Kaisers Franz I. Stephan legte sie den genealogischen Grundstein für das Haus Habsburg-Lothringen. Ihr späteres Wirken als souveräne Fürstin von Commercy unterstreicht ihre lebenslange politische Eigenständigkeit. Élisabeth Charlotte gilt als eine der profiliertesten weiblichen Gestalten des Barock, die den Übergang Lothringens in die Einflusssphäre der Moderne maßgeblich begleitete.