Start Personen Herrscher Literatur Plan Linien

Friedrich Michael, Pfalzgraf

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler-Rappoltstein

* 27.02.1724 (Rappoltsweiler) – † 15.08.1767 (Schwetzingen) · St. Michael

Ehen:
1. — · mit Louise Chaveau
2. 1746 · mit Maria Franziska
Friedrich Michael

Kinder

Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler gilt als der eigentliche Stammvater der modernen bayerischen Herrscherdynastie. Obwohl er selbst nie die Königswürde trug, schuf er als Vater des späteren Königs Maximilian I. Joseph die biologische und politische Grundlage für das moderne Bayern. Er entstammte einer pfälzischen Seitenlinie der Wittelsbacher und schlug eine glanzvolle militärische Laufbahn ein, die ihn bis in den Rang eines kaiserlichen Generalfeldmarschalls führte.

Seine historische Bedeutung für München und Bayern liegt in der Sicherung des Fortbestands des Hauses Wittelsbach. In einer Zeit, in der die bayerische Hauptlinie auszusterben drohte, garantierte seine Nachkommenschaft die Kontinuität der Herrschaft. Er war ein Mann des Übergangs, der die ritterlichen Traditionen des Barock mit den Anforderungen einer modernen Armee verband. Als Gouverneur von Mannheim und späterer Befehlshaber der Reichsarmee im Siebenjährigen Krieg erwarb er sich hohes Ansehen, auch wenn ihm das Schlachtenglück nicht immer hold war.

Dynastische Verbindung und Erbe
Durch seine Vermählung mit Maria Franziska von Pfalz-Sulzbach vereinte er zwei wichtige Zweige der Familie. Diese Verbindung war entscheidend, da ihr gemeinsamer Sohn Maximilian Joseph nach dem Erlöschen der anderen Linien schließlich alle wittelsbachischen Lande – von der Pfalz bis nach Bayern – in seiner Hand vereinigen konnte. Friedrich Michael legte den Grundstein für den weltoffenen und reformorientierten Geist, der die Regierungszeit seines Sohnes in München später prägen sollte.

Sein Erbe wirkte vor allem durch seine Kinder weiter. Neben dem ersten bayerischen König war er auch der Vater von Amalie, der ersten Königin von Sachsen. Friedrich Michael verstarb bereits in jungen Jahren, noch bevor seine Familie die Kurwürde in München übernahm. Sein Grab befindet sich in der Karmeliterkirche in Heidelberg, doch sein Vermächtnis lebt in jedem Denkmal der bayerischen Könige fort, die ohne ihn niemals den Thron bestiegen hätten.