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Maria Anna von Pfalz-Zweibrücken, Herzogin in Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Birkenfeld-Gelnhausen

* 18.07.1753 (Schwetzingen) – † 04.02.1824 (Bamberg) · Schloss

Ehen:
1. — · mit Wilhelm
Maria Anna von Pfalz-Zweibrücken

Kinder

Maria Anna von Pfalz-Zweibrücken war eine bedeutende Angehörige der pfälzischen Linie des Hauses Wittelsbach und spielte eine wichtige Rolle in den familiären Verbindungen des späten 18. Jahrhunderts. Sie wurde 1753 als Tochter des Pfalzgrafen Friedrich Michael von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld und der Maria Franziska von Sulzbach geboren. Damit war sie die Schwester des späteren ersten bayerischen Königs Max I. Joseph und der Amalie, der späteren Königin von Sachsen.

Ihre Heirat im Jahr 1780 mit Herzog Pius August in Bayern führte sie in einen Zweig der Familie, der später durch Kaiserin Elisabeth von Österreich Weltruhm erlangen sollte. Diese Verbindung innerhalb des Hauses Wittelsbach diente dazu, die verschiedenen Linien des Hauses in einer Zeit großer politischer Umbrüche eng aneinanderzubinden. Maria Anna galt als eine Frau von großer Herzensgüte und Bescheidenheit, die am Münchner Hof trotz der politisch turbulenten Jahre der Französischen Revolution und der napoleonischen Kriege ein ruhiges und geachtetes Leben führte.

Durch ihre Nachkommen blieb ihr Einfluss auf die bayerische Geschichte gewahrt. Sie war die Großmutter von Herzog Max in Bayern, dem Vater der legendären „Sisi“. Somit steht Maria Anna am Beginn jener Linie der „Herzöge in Bayern“, die in der bayerischen Volkskultur und Geschichte einen so festen Platz einnimmt. Ihr Leben in München war geprägt von der engen Bindung zu ihrem Bruder Max I. Joseph, den sie in seinen Reformbestrebungen für das junge Königreich Bayern stets unterstützte.

Maria Anna verstarb im Jahr 1824 in Bamberg, einer Stadt, die damals als Nebenresidenz der Wittelsbacher eine wichtige Rolle spielte. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Familiengruft in Tegernsee, einem Ort, der untrennbar mit der Geschichte der Herzöge in Bayern verbunden ist. Sie bleibt in der Familiengeschichte als die verbindende Figur zwischen dem aufstrebenden bayerischen Königtum und der volksnahen Linie der Herzöge in Bayern in Erinnerung.