Albrecht IV. der Weise, Herzog von Bayern-München
* 15.12.1447 (München) – † 03.1508 (München) München /Frauenkirche
Kinder
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Sidonia Herzogin von Bayern
(1488–1505)
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Sibylle von Bayern Kurfürstin von der Pfalz
(1489–1519)
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Sabina Herzog von Bayern
(1492–1564)
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Wilhelm IV. der Standhafte Herzog von Bayern
(1493–1550)
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Ludwig X. Herzog von Bayern
(1495–1545)
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Susanna Herzogin von Bayern
(1499–1500)
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Ernst Herzog von Bayern
(1500–1560)
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Susanna Herzogin von Bayern
(1502–1543)
Um diesen mühsam errungenen Zusammenhalt dauerhaft zu sichern, erließ er 1506 das wegweisende Primogeniturgesetz. Dieses bestimmte, dass künftig immer nur der erstgeborene Sohn die Herrschaft über das gesamte Land antreten durfte, was weitere Teilungen Bayerns für alle Zukunft ausschloss. Damit legte er das Fundament für die Stabilität und den Aufstieg des Staates zur europäischen Macht.
Auch für das Stadtbild Münchens setzte er bleibende Akzente. Unter seiner Herrschaft wurde München zur unangefochtenen Hauptstadt des wiedervereinigten Herzogtums ausgebaut. Er förderte die Künste und die Architektur, was sich unter anderem in der Vollendung der Frauenkirche widerspiegelt, die bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist. Zudem festigte er die zentrale Rolle Münchens durch die Ansiedlung wichtiger Verwaltungsbehörden und des Hofes.
Sein Beiname „der Weise“ spiegelt seine kriegerische Entschlossenheit ebenso wider wie sein diplomatisches Geschick und seine weitsichtige Gesetzgebung. In der Stadtgeschichte Münchens wird Albrecht IV. als der große Architekt des Einheitsstaates verehrt, der die mittelalterliche Kleinteiligkeit beendete und die Stadt zum glanzvollen Zentrum eines erstarkten Bayerns machte.
Albrecht III (IV). Regiert vom 10. Sept. 1465 mit seinem Bruder Sigmund gemeinschaftlich bis zu dessen Verzicht 3. Septbr. 1467, und von da ab unter heftigen langdauernden Zwistigkeiten mit seinen Brüdern Christoph und Wolfgang, welche gleichfalls Antheil am Regiment verlangen, allein bis zum 18. März 1508.
Beinamen: Sapiens der Weise Witzige, Inclytus Dux, der Kluge Gütige;
geb. in München am 15. Dezbr. 1447; 8) führt in Bayern das Primogenitur- (Erstgeburts-) Recht ein am 8. Juli 1506;
gest. in München am 18. März 1508;
begr. daselbst bei U. L. Frau (in der grossen Tumba).
NB. Sein Portrait von B. Bekam in der Schl. Ahnen-Gall. Nr. 315 hat wohl schon histor. Basis. Entschieden gleichzeitig aber ist das Portrait Albrecht’s im Saal X der Gothik des bayer. National-Museums. *) Vergoldete Kolossal-Statue im Münchener-Thronsaale.
