Susanna, Herzogin von Bayern
* 02.04.1502 (München) – † 23.04.1543 (Neuburg an der Donau) München /Frauenkirche
Kinder
Ihre erste Vermählung mit Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach führte sie in den fränkischen Raum. Als Markgräfin bewies sie in einer Zeit religiöser Spannungen großes Geschick in der Haushaltsführung und der Repräsentation ihres Hauses. Nach dem Tod ihres ersten Gemahls kehrte sie jedoch nicht dauerhaft in die Anonymität zurück, sondern wurde durch ihre zweite Ehe mit Pfalzgraf Ottheinrich zu einer Schlüsselfigur für die Aussöhnung innerhalb der wittelsbachischen Linien. Diese Verbindung zwischen der Münchner und der Pfälzer Linie war ein starkes symbolisches Zeichen für den innerfamiliären Frieden nach den vorangegangenen Kriegen.
Susanna galt als eine gottesfürchtige und kulturell interessierte Fürstin. In der Münchner Stadtgeschichte wird sie als jene Tochter Herzog Albrechts erinnert, die das Erbe ihres Vaters – die Einheit und Standhaftigkeit Bayerns – durch ihre Präsenz an den bedeutenden Höfen Süddeutschlands verkörperte. Ihr Leben in Neuburg an der Donau an der Seite Ottheinrichs war geprägt vom aufkommenden Geist der Renaissance, wobei sie stets die Verbindung zu ihren Münchner Wurzeln und ihrer Mutter Kunigunde pflegte. Als Vermittlerin zwischen den Konfessionen und den zerstrittenen Zweigen ihrer Familie blieb sie eine hochgeachtete Frauengestalt, die durch Klugheit und Beständigkeit den Zusammenhalt des Hauses Wittelsbach förderte.
Susanna II, geb. am 2. April 1502, verl. in Ulm am 29. Dezbr. 1504 und verm. in Augsburg am 25.s) August 1518 mit dem Markgrafen Kasimir von Brandenburg-Kulmbach, der am 27. Septbr. 1481 zu Ansbach das Licht der Welt erblickte, bei der Belagerung von Ofen am 21. Sept. 1527 starb und im Cisterz. Kloster Heilsbronn begr. liegt. (Gedächtniss-Tafel an der letzten Säule links für ihn und seine Gemahlin.)
Susanna hat ihm 3 Söhne und 2 Töchter geboren, verlobte sich in Ingolstadt am 14. Juli 1529 und verm. sich am 16. Okt. gl. Js. zum Zweitenmale mit dem Kurfürsten Otto Heinrich von der Pfalz in Neuburg a/D., starb, in dieser Ehe kinderlos, zu Neuburg am 23. April 1543 und ruht bei ü. L. Frau in München.
Das Nähere über Otto Heinrich vergl. unten bei der Kurpfalz sub XII.