Wilhelm IV. der Standhafte, Herzog von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 13.11.1493 (München) – † 07.03.1550 (München)
Kinder
Wilhelm IV. von Bayern war ein bedeutender Herzog, dessen Regierungszeit von 1508 bis 1550 die Grundlagen für das moderne Bayern legte. Als ältester Sohn von Herzog Albrecht IV. und Kunigunde von Österreich trat er sein Erbe in einer Zeit großer religiöser und politischer Umbrüche an. Bekannt wurde er vor allem als leidenschaftlicher Gegner der Reformation und als Schöpfer des berühmten bayerischen Reinheitsgebots für Bier.
Zu Beginn seiner Herrschaft musste sich Wilhelm mit den Ansprüchen seines Bruders Ludwig X. auseinandersetzen. Obwohl sein Vater das Primogeniturgesetz (die Unteilbarkeit des Landes) erlassen hatte, kam es unter Druck der bayerischen Landstände zu einer Regierungsform, in der Wilhelm von München aus und Ludwig von Landshut aus das Herzogtum faktisch gemeinsam verwalteten. Diese ungewöhnliche Doppelherrschaft endete erst mit Ludwigs Tod im Jahr 1545, woraufhin Wilhelm das Land wieder allein regierte.
In der Religionspolitik bezog Wilhelm IV. eine klare Position gegen die Lehren Martin Luthers. Er machte Bayern zur führenden Macht der Gegenreformation im Heiligen Römischen Reich. 1541 holte er die Jesuiten nach Ingolstadt, was die Stadt und ihre Universität für Jahrhunderte zum geistigen Zentrum des katholischen Widerstands machte. Im Schmalkaldischen Krieg stand er fest an der Seite Kaiser Karls V., was Bayern politische Stabilität und territorialen Schutz sicherte.
Kulturell war Wilhelm IV. ein bedeutender Mäzen der Renaissance. Er beauftragte berühmte Kunstwerke wie die „Alexanderschlacht“ von Albrecht Altdorfer und ließ die Münchner Residenz sowie das Lusthaus im Hofgarten prachtvoll ausbauen. Ein bis heute weltweit bekanntes Erbe seiner Regierungszeit ist die Verkündung der bayerischen Landesordnung in Ingolstadt im Jahr 1516, die festlegte, dass zur Bierbrauerei nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen – das Fundament des bayerischen Reinheitsgebots.
Wilhelm IV. verstarb 1550 in München und wurde in der Frauenkirche beigesetzt. Er hinterließ ein gefestigtes, streng katholisches Herzogtum, das kulturell und politisch zu den wichtigsten Akteuren im Reich zählte. Sein Sohn Albrecht V. setzte seine Politik fort und führte Bayern in eine glanzvolle Ära des Barock und der Kunstförderung.
Zu Beginn seiner Herrschaft musste sich Wilhelm mit den Ansprüchen seines Bruders Ludwig X. auseinandersetzen. Obwohl sein Vater das Primogeniturgesetz (die Unteilbarkeit des Landes) erlassen hatte, kam es unter Druck der bayerischen Landstände zu einer Regierungsform, in der Wilhelm von München aus und Ludwig von Landshut aus das Herzogtum faktisch gemeinsam verwalteten. Diese ungewöhnliche Doppelherrschaft endete erst mit Ludwigs Tod im Jahr 1545, woraufhin Wilhelm das Land wieder allein regierte.
In der Religionspolitik bezog Wilhelm IV. eine klare Position gegen die Lehren Martin Luthers. Er machte Bayern zur führenden Macht der Gegenreformation im Heiligen Römischen Reich. 1541 holte er die Jesuiten nach Ingolstadt, was die Stadt und ihre Universität für Jahrhunderte zum geistigen Zentrum des katholischen Widerstands machte. Im Schmalkaldischen Krieg stand er fest an der Seite Kaiser Karls V., was Bayern politische Stabilität und territorialen Schutz sicherte.
Kulturell war Wilhelm IV. ein bedeutender Mäzen der Renaissance. Er beauftragte berühmte Kunstwerke wie die „Alexanderschlacht“ von Albrecht Altdorfer und ließ die Münchner Residenz sowie das Lusthaus im Hofgarten prachtvoll ausbauen. Ein bis heute weltweit bekanntes Erbe seiner Regierungszeit ist die Verkündung der bayerischen Landesordnung in Ingolstadt im Jahr 1516, die festlegte, dass zur Bierbrauerei nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen – das Fundament des bayerischen Reinheitsgebots.
Wilhelm IV. verstarb 1550 in München und wurde in der Frauenkirche beigesetzt. Er hinterließ ein gefestigtes, streng katholisches Herzogtum, das kulturell und politisch zu den wichtigsten Akteuren im Reich zählte. Sein Sohn Albrecht V. setzte seine Politik fort und führte Bayern in eine glanzvolle Ära des Barock und der Kunstförderung.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_IV._(Bayern)