Margarete von Bayern, Kurfürstin von der Pfalz
* 07.11.1456 (Amberg) – † 25.02.1501 (Heidelberg) Heidelberg /Heiliggeistkirche
Kinder
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Ludwig V. Kurfürst der Pfalz
(1478–1544)
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Philipp von der Pfalz Fürstbischof von Freising und Naumburg
(1480–1541)
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Ruprecht von der Pfalz der Tugendhafte
(1481–1504)
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Friedrich II. Kurfürst der Pfalz
(1482–1556)
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Elisabeth von der Pfalz Markgräfin von Baden
(1483–1522)
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Georg von der Pfalz Bischof von Speyer
(1486–1529)
An der Seite ihres Gemahls führte Margarete ein Leben, das von den kulturellen und politischen Spannungsfeldern der frühen Renaissance geprägt war. Sie galt als hochgebildete und charakterstarke Fürstin, die am Heidelberger Hof nicht nur für eine außergewöhnlich kinderreiche Nachkommenschaft sorgte, sondern auch maßgeblich zum Ansehen der kurpfälzischen Residenz beitrug. Ihr Einfluss erstreckte sich dabei weit über die rein repräsentativen Aufgaben hinaus; sie war eine wichtige Ratgeberin und Stütze ihres Ehemannes in einer Zeit, in der das Haus Wittelsbach seine Machtansprüche gegen äußere Widerstände verteidigen musste.
Durch ihre Herkunft aus dem wohlhabenden Bayern-Landshut brachte sie zudem eine beachtliche Mitgift in die Pfalz, was die wirtschaftliche Basis der kurfürstlichen Familie stärkte. In der Münchner Stadtgeschichte wird Margarete als Bindeglied zwischen den bayerischen Teilherzogtümern und der Pfalz erinnert. Ihr Schicksal verdeutlicht die Rolle der Frauen im Hause Wittelsbach, die durch kluge Diplomatie und familiären Zusammenhalt das Überleben und den Glanz ihrer Dynastie über Generationen hinweg sicherten.
Margarethe, Tochter Herzogs Ludwig IX (des Reichen) von Landshut, geb. in Amberg am 7. Novbr. 1456, verl. am 23. Febr., verm. am 17. April 1474 in Amberg, gest. in Heidelberg 24./25. Januar 1501, begr. neben ihrem Gemahle. (Epitaph daselbst im Chor.)
NB. Schl. Gall. Portraits beider Gatten von unbekannter Hand als Nr. 379.