Rudolf I., König des HRR
Haus: Habsburg
* 01.05.1218 (Burg Limburg) – † 15.07.1291 (Speyer) Speyer /Dom
Herrscher
ab etwa 1240 Graf von Habsburg
von 1273 bis 1291 der erste römisch-deutsche König
von 1273 bis 1291 der erste römisch-deutsche König
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Gertrud von Hohenberg, (Anna von Habsburg)
-
Mathilde von Habsburg Herzogin von Oberbayern
(1251–1304)
-
Albrecht I. König HRR
(1255–1308)
-
Katharina von Habsburg Herzogin von Niederbayern
(1256–1282)
-
Agnes Gertrud von Habsburg Herzogin
(1257–1322)
-
Hedwig von Habsburg Herzogin
(1260–1303)
-
Klementia von Habsburg Herzogin
(1262–1293)
-
Harmann Graf von Habsburg
(1263–1281)
-
Rudolf II. (Österreich) Graf
(1270–1290)
-
Guta von Habsburg Königin von Böhmen
(1271–1297)
-
Karl Herzog
(1276–1276)
Rudolf I. von Habsburg war ein hochmittelalterlicher Fürst aus dem Haus Habsburg, ältester Sohn von König Albrecht I. und Elisabeth von Görz-Tirol. Sein dynastischer Hintergrund verband die Habsburger mit den führenden Blutlinien des Reiches. 
Nach einer frühen Belehnung als Herzog von Österreich und Steiermark durch seinen Vater stand Rudolf lange im Schatten der größeren Reichspolitik, bis sich nach dem Aussterben der Přemysliden in Böhmen neue Gelegenheiten boten.  1306 wurde ihm – nach Ermordung des böhmischen Königs Wenzel III. – die Herrschaft über das Königreich Böhmen übertragen, wozu auch ein Anspruch auf den polnischen Königstitel gehörte. Dieses Reichslehen wurde ihm teils gegen den Widerstand einheimischer Adliger übergeben. 
Rudolf I. war zwei Mal verheiratet: zunächst mit Blanche von Frankreich, einer Halbschwester Philippe IV., um die habsburgischen Netzwerke nach Westen zu stärken, und später mit Elisabeth Richza, der Witwe des vergangenen böhmischen Königs, was seine Legitimation in Böhmen zusätzlich unterstreichen sollte. Beide Ehen blieben kinderlos. 
In Böhmen versuchte er, hohe Staatsschulden durch die reichen Silbervorkommen von Kutná Hora zu mildern und den inneren Frieden wiederherzustellen, wobei er sich gegen Adelsaufstände durchsetzen musste.  Sein gewaltsamer Tod im Feldlager bei Horažďovice beendete seine kurze Herrschaft, und nach seinem Ableben wurde sein Onkel Heinrich von Kärnten zum neuen König gewählt. 
Innerhalb des habsburgischen Stammbaums steht Rudolf I. für einen Abschnitt der ungesicherten Dynastiepolitik im Reichsraum, in dem Erbfolgefragen, Herrschaftsansprüche und Heiraten zentrale Rollen spielten und dessen Ausgang die weitere Ausrichtung der habsburgischen Linie prägte. 
Nach einer frühen Belehnung als Herzog von Österreich und Steiermark durch seinen Vater stand Rudolf lange im Schatten der größeren Reichspolitik, bis sich nach dem Aussterben der Přemysliden in Böhmen neue Gelegenheiten boten.  1306 wurde ihm – nach Ermordung des böhmischen Königs Wenzel III. – die Herrschaft über das Königreich Böhmen übertragen, wozu auch ein Anspruch auf den polnischen Königstitel gehörte. Dieses Reichslehen wurde ihm teils gegen den Widerstand einheimischer Adliger übergeben. 
Rudolf I. war zwei Mal verheiratet: zunächst mit Blanche von Frankreich, einer Halbschwester Philippe IV., um die habsburgischen Netzwerke nach Westen zu stärken, und später mit Elisabeth Richza, der Witwe des vergangenen böhmischen Königs, was seine Legitimation in Böhmen zusätzlich unterstreichen sollte. Beide Ehen blieben kinderlos. 
In Böhmen versuchte er, hohe Staatsschulden durch die reichen Silbervorkommen von Kutná Hora zu mildern und den inneren Frieden wiederherzustellen, wobei er sich gegen Adelsaufstände durchsetzen musste.  Sein gewaltsamer Tod im Feldlager bei Horažďovice beendete seine kurze Herrschaft, und nach seinem Ableben wurde sein Onkel Heinrich von Kärnten zum neuen König gewählt. 
Innerhalb des habsburgischen Stammbaums steht Rudolf I. für einen Abschnitt der ungesicherten Dynastiepolitik im Reichsraum, in dem Erbfolgefragen, Herrschaftsansprüche und Heiraten zentrale Rollen spielten und dessen Ausgang die weitere Ausrichtung der habsburgischen Linie prägte.