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Unter dem Geläut aller Münchner Glocken trifft der Hofstaat mit der künftigen Gemahlin von Ferdinand Maria ein. Mehrere Tausend Menschen und 200 Adelige begrüßten Henriette Adelaide, die durch das Isartor zur Frauenkirche zogen, in der ein Tedeum angestimmt wurde.
Die Trauung erfolget in der Hofkapelle und die anschließenden Feierlichkeiten dauerten bis zum 17. Juli.
Anläßlich des Besuches von Kaiser Ferdinand III. läßt Henriette Adelaide ein Singspiel, die erste in München aufgeführte Oper L arpa festante, von Giovanni Battista Maccioni komponieren.
1657 wurde die Münchner Oper eröffnet, die Stadt öffnet sich unter Einfluss der Kurfürstin Henriette Adelaide dem italienischen Barock.
Der Theatinerorden erhält vom Bischof die Erlaubnis zur Niederlassung in München. Kurfürstin Henriette Adelaide berief die Theatiner nach München um, in Konkurrenz zu den Jesuiten, reformatorisch tätig zu werden.
Die Theatiner, ein katholischer Orden, wurden 1524 von Cajetan von Thiene und Gian Pietro Carafa (später Papst Paul IV.) gegründet. Sie strebten nach kirchlicher Reform und Erneuerung des Priesterlebens durch strenge Askese und Bildung.
Der Bau der Theatinerkirche in München begann 1663, initiiert von Kurfürst Ferdinand Maria und seiner Frau Henriette Adelaide von Savoyen als Dank für die Geburt ihres Sohnes, Max Emanuel. Die Kirche, im italienischen Barockstil entworfen, wurde von Architekt Agostino Barelli geplant und später von Enrico Zuccalli und François de Cuvilliés vollendet.
Zur Geburt des Tronfolgers erhielt Kurfürstin Henriette Adelaide von ihrem Gatten die Schwaige Kemnaten zum Geschenk. Sie ließ durch den Baumeiter Barelli ein Sommerhaus errichten, das sie den Namen »Castello delle Ninfe« versah.
Durch die Unachtsamkeit einer Kammerfrau wurde der Brand ausgelöst, die Kurfürstin Henriette Adelaide konnte sich und ihre Kinder mit knapper Not retten.