Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Leon Trotzki, einst führender Bolschewik und Revolutionär, wurde 1929 aus der Sowjetunion verbannt. Nach Lenins Tod verlor er den Machtkampf gegen Josef Stalin und wurde aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Trotzkis Ausweisung markiert Stalins Machtkonsolidierung und das Ende der kollektiven Führung. Trotzki verbrachte seine Exiljahre in verschiedenen Ländern und blieb ein entschiedener Kritiker Stalins.
Mit angeblich 100.000 Teinehmern fand der „Aufmarsch der 100.000“, der Bund der Frontsoldaten (Stahlhelm), auf dem Gelände südlich der Reichenbachbrücke nebend er Isar statt.
1929 starb Gustav Stresemann, der deutsche Außenminister und Schlüsselfigur der Weimarer Republik. Bekannt für seine versöhnliche Außenpolitik und Bemühungen um den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg, trug er maßgeblich zur Verbesserung der internationalen Beziehungen und zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft bei. Sein Tod markierte das Ende einer Ära relativer Stabilität vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs.
Der Schwarze Donnerstag markierte den Beginn des größten Börsencrashs der Geschichte und der darauffolgenden Weltwirtschaftskrise. Panik erfasste die Börse, als Millionen von Aktien verkauft wurden, ohne ausreichend Käufer zu finden. Die Kurse stürzten dramatisch ab, und zahlreiche Anleger verloren ihr gesamtes Vermögen. Obwohl Banken versuchten, den Markt zu stabilisieren, hielt die Unsicherheit an. Der Vertrauensverlust in die Finanzmärkte löste eine globale Krise aus, die zu massiver Arbeitslosigkeit, Bankenzusammenbrüchen und wirtschaftlichem Niedergang führte.
In der sowjetischen Zeitung „Prawda“ verkündete Josef Stalin die Einführung der allgemeinen Kollektivierung der Landwirtschaft. Dieses als „Jahr der großen Wende“ bekannte Programm zielte darauf ab, die Bauernwirtschaften in genossenschaftlich organisierte Kolchosen zu überführen. Die Maßnahme sollte die Industrialisierung der Sowjetunion finanzieren, führte jedoch zu massiven Enteignungen, Hungersnöten und weitreichendem Leid in der ländlichen Bevölkerung. Millionen Menschen wurden Opfer der brutalen Umsetzung, die als eine der radikalsten wirtschaftlichen und sozialen Transformationen der Geschichte gilt.
Der Young-Plan sollte die deutschen Reparationszahlungen senken und über einen langen Zeitraum strecken. Zudem wurde der Abzug alliierter Truppen aus dem Rheinland vorgezogen. Während die Regierung den Plan als wirtschaftliche Erleichterung sah, lehnten rechte Parteien ihn ab und organisierten einen Volksentscheid, der jedoch scheiterte. Durch die Weltwirtschaftskrise verlor der Plan schnell an Bedeutung und wurde schließlich aufgehoben. Die Debatte um den Young-Plan stärkte jedoch nationalistische Strömungen und schwächte die Weimarer Republik weiter.