Aegidius Albertinus
| Name | Aegidius Albertinus |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Graggenau |
| Straße | Marienplatz |
| Ausführung | Ölgemälde |
| Objekt | Monachia |
| Standort | Neues Rathaus |
| Gruppierung | Neues Rathaus |
| Übergabe | 1875 |
| Suchbegriffe | Monachia |
| Personen | Albertinus Aegidius |
| Künstler:innen | Piloty Carl Theodor von |
| Rubrik | Bauwerk Denkmal Kunstwerk |
Aegidius Albertinus war ein bedeutender Schriftsteller, Übersetzer und Beamter der katholischen Gegenreformation. Er wurde 1560 in Deventer geboren und starb 1620 in München. Über seine frühe Ausbildung ist wenig bekannt, doch seine umfangreichen Sprachkenntnisse deuten auf Studien im Ausland hin. Ab 1593 arbeitete er am Münchner Hof, wurde später Hofratssekretär und Leiter der Hofbibliothek.
Sein Werk umfasst über 50 Schriften, vor allem Übersetzungen und Bearbeitungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Französischen und Spanischen. Besonders prägend war seine Übertragung des Schelmenromans „Guzmán de Alfarache“, die großen Einfluss auf die deutsche Barockliteratur hatte.
Albertinus vertrat konsequent die Ideen der Gegenreformation und verband moralische Belehrung mit literarischen Formen. Seine Werke behandeln religiöse, gesellschaftliche und moralische Themen und zeichnen sich durch einen oft strengen, belehrenden Ton aus. Damit zählt er zu den wichtigen Autoren des frühen deutschen Barock.