Karl Moritz, Raugraf zu Pfalz
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz
* 30.12.1670 (Schloss Friedrichsburg) – † 13.06.1702 (Herrenhausen vor Hannover) Neustadt /Hof- und Stadtkirche St. Johannis
Kinder
Keine Kinder erfasst
Karl Moritz Raugraf zu Pfalz repräsentiert als Sohn des Kurfürsten Karl I. Ludwig und dessen morganatischer Gemahlin Marie Luise von Degenfeld eine besondere soziale Stellung innerhalb des pfälzischen Adels. Da die Verbindung seiner Eltern nicht als ebenbürtig galt, blieben ihm und seinen Geschwistern die Nachfolgeansprüche auf die Kurpfalz verwehrt. Stattdessen wurde ihm der Titel eines Raugrafen verliehen, was seine Stellung als hochadliger, aber nicht thronfolgeberechtigter Spross des Hauses Wittelsbach kennzeichnete.
Sein Lebensweg war eng mit der militärischen und diplomatischen Karriere verbunden, die für nachgeborene Söhne des Hochadels in dieser Epoche charakteristisch war. Nach einer umfassenden Ausbildung, die ihn unter anderem an den kurfürstlichen Hof in Heidelberg und auf Reisen durch Europa führte, trat er in den Militärdienst ein. Besonders bedeutsam war sein Aufenthalt am englischen Hof bei seinem Onkel, König Karl II., sowie seine spätere Tätigkeit in den Diensten der Republik Venedig.
Trotz seiner eingeschränkten dynastischen Rechte pflegte er eine enge Korrespondenz mit seiner Halbschwester, der berühmten Liselotte von der Pfalz, Herzogin von Orléans. In ihren Briefen wird er oft als geschätzter, wenn auch zuweilen lebensfroher und unsteter Charakter geschildert. Sein Wirken steht exemplarisch für das Schicksal der pfälzischen Raugrafen, die zwischen höchstem dynastischem Glanz und dem Ausschluss von der unmittelbaren Herrschaft agierten und dennoch wichtige Positionen im europäischen Adelsgefüge besetzten.
Sein Lebensweg war eng mit der militärischen und diplomatischen Karriere verbunden, die für nachgeborene Söhne des Hochadels in dieser Epoche charakteristisch war. Nach einer umfassenden Ausbildung, die ihn unter anderem an den kurfürstlichen Hof in Heidelberg und auf Reisen durch Europa führte, trat er in den Militärdienst ein. Besonders bedeutsam war sein Aufenthalt am englischen Hof bei seinem Onkel, König Karl II., sowie seine spätere Tätigkeit in den Diensten der Republik Venedig.
Trotz seiner eingeschränkten dynastischen Rechte pflegte er eine enge Korrespondenz mit seiner Halbschwester, der berühmten Liselotte von der Pfalz, Herzogin von Orléans. In ihren Briefen wird er oft als geschätzter, wenn auch zuweilen lebensfroher und unsteter Charakter geschildert. Sein Wirken steht exemplarisch für das Schicksal der pfälzischen Raugrafen, die zwischen höchstem dynastischem Glanz und dem Ausschluss von der unmittelbaren Herrschaft agierten und dennoch wichtige Positionen im europäischen Adelsgefüge besetzten.