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Ludwig Karl, Prinz von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern

* 22.06.1913 (München (Schloss Nymphenburg)) – † 17.10.2008 (Leutstetten (Schloss)) · Familienfriedhof

Ehen:
1. 19.07.1950 in Leutstetten · mit Irmingard von Bayern
Ludwig Karl

Kinder

Ludwig Karl Maria Prinz von Bayern verkörperte innerhalb der Wittelsbacher Dynastie des 20. Jahrhunderts die Kontinuität und die enge Bindung des Hauses an die bayerische Kulturlandschaft. Als Sohn von Franz Maria Luitpold Prinz von Bayern und Isabella Prinzessin von Croÿ entstammte er der sogenannten Prinz-Franz-Linie, die nach dem Ende der Monarchie eine tragende Säule der familiären Struktur bildete. Seine genealogische Bedeutung wurde maßgeblich durch die Vermählung mit seiner Cousine Irmingard Prinzessin von Bayern gefestigt, einer Tochter des Kronprinzen Rupprecht. Diese dynastische Verbindung führte zwei bedeutende Zweige des Hauses zusammen und unterstrich das Bestreben nach einer innerfamiliären Konsolidierung in den Jahrzehnten nach dem Thronverlust.

Jenseits der rein repräsentativen Aufgaben widmete sich Ludwig Karl Maria der professionellen Verwaltung und Modernisierung der familieneigenen Güter, insbesondere auf Schloss Leutstetten. Sein Engagement in der Land- und Forstwirtschaft sowie seine Expertise in der Pferdezucht spiegelten das traditionelle Selbstverständnis des bayerischen Hochadels wider, der seine Verantwortung stets auch in der Bewahrung regionaler Strukturen sah.

In der wissenschaftlichen Betrachtung seiner Biografie wird deutlich, wie er die Transformation des Hauses Wittelsbach von einer regierenden Dynastie hin zu einer gesellschaftlich und ökologisch engagierten Familie mitgestaltete. Sein Wirken trug wesentlich dazu bei, das Erbe der Wittelsbacher als festen Bestandteil der bayerischen Identität in der Moderne zu verankern, wobei er die Balance zwischen historischer Tradition und den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft wahrte.