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Philipp Ludwig, Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Neuburg

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Neuburg

* 02.10.1547 (Zweibrücken) – † 22.08.1614 (Neuburg an der Donau)

Philipp Ludwig
Herrscher 1569–1614
Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Neuburg
Eltern

Kinder

Keine Kinder erfasst
Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg nimmt eine Schlüsselrolle in der Geschichte des Hauses Wittelsbach ein, da er als Begründer der eigenständigen Linie Pfalz-Neuburg die territoriale Landkarte des Reiches nachhaltig veränderte. In den biografischen Aufzeichnungen auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ wird er als ein Regent gewürdigt, dessen Herrschaft im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert von juristischem Scharfsinn und dynastischem Weitblick geprägt war. Besonders bekannt wurde er durch seinen unermüdlichen Kampf um das Erbe der Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg, ein Konflikt, der die europäische Politik über Jahrzehnte in Atem hielt.

Innerhalb des wittelsbachischen Stammbaums steht Philipp Ludwig für die konfessionelle Festigung des Luthertums in seinen Landen, was ihn oft in Gegensatz zu seinen calvinistischen Verwandten in Heidelberg brachte. Trotz dieser innerfamiliären Spannungen bewies er großes Geschick in der Verwaltung seines Fürstentums und machte Neuburg an der Donau zu einer glanzvollen Residenzstadt der Renaissance. Seine Heirat mit Anna von Jülich-Kleve-Berg war ein meisterhafter diplomatischer Schachzug, der den Wittelsbachern den Weg zu bedeutenden Gebieten am Niederrhein ebnete.

Sein Vermächtnis ist für die Münchner Stadtgeschichte und die gesamte bayerische Historie von enormer Bedeutung, da seine Nachkommen später nicht nur die Kurwürde der Pfalz übernahmen, sondern letztlich auch das bayerische Erbe antraten. Philipp Ludwig bleibt als ein prinzipientreuer und tatkräftiger Landesvater in Erinnerung, der durch Beharrlichkeit und strategische Heiraten den Aufstieg der Neuburger Linie zu einer europäischen Macht ermöglichte.