Ottheinrich, Kurfürst der Pfalz
Haus: Wittelsbach
* 10.04.1502 (Amberg) – † 12.02.1559 (Pfalz-Neuburg) · Heiliggeistkirche
Herrscher 1522–1559
1522 Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg
1556 Kurfürst von der Pfalz
1556 Kurfürst von der Pfalz
Eltern
Kinder
Keine Kinder erfasst
Kurfürst Ottheinrich gilt als eine der prächtigsten und zugleich komplexesten Gestalten des Hauses Wittelsbach. Als Enkel Philipps des Aufrichtigen übernahm er die Herrschaft in der Jungen Pfalz und später die Kurwürde in Heidelberg. Sein Leben war geprägt von einer tiefen Leidenschaft für die Kunst, die Wissenschaft und die prächtige Selbstdarstellung, was ihn zu einem wahren Repräsentanten der Renaissance machte.
Sein politisches und religiöses Wirken markierte einen Wendepunkt für die Pfalz: Mit großer Entschlossenheit führte er die Reformation in seinen Landen offiziell ein und wurde damit zu einem der führenden protestantischen Fürsten des Reiches. In Heidelberg hinterließ er mit dem „Ottheinrichsbau“ des Schlosses ein architektonisches Meisterwerk, das bis heute als eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Renaissance gilt. Doch sein Hunger nach Kultur ging weit über Architektur hinaus; er war ein obsessiver Sammler kostbarer Handschriften und Begründer der berühmten Bibliotheca Palatina, die Heidelberg zu einem geistigen Zentrum Europas machte.
Trotz seines kulturellen Glanzes war sein Leben oft von finanziellen Krisen und politischen Konflikten überschattet. Seine prunkvolle Hofhaltung und die immensen Kosten seiner Bauprojekte führten zeitweise zum Staatsbankrott und zwangen ihn ins Exil. Doch Ottheinrich verstand es stets, mit Würde und intellektuellem Stolz zurückzukehren. In der Münchner Stadtgeschichte wird er als derjenige Wittelsbacher erinnert, der den Geist der Erneuerung und des Humanismus am radikalsten vorlebte. Er war ein Mann der Extreme – tiefgläubig im neuen Bekenntnis, leidenschaftlich in der Förderung der Bildung und ein Verschwender aus Liebe zur Schönheit. Mit seinem Tod erlosch die direkte Linie der Pfalz-Neuburger im Kurfürstenamt, doch sein kulturelles Erbe strahlt als Höhepunkt wittelsbachischer Prachtentfaltung bis in die Gegenwart aus.
Sein politisches und religiöses Wirken markierte einen Wendepunkt für die Pfalz: Mit großer Entschlossenheit führte er die Reformation in seinen Landen offiziell ein und wurde damit zu einem der führenden protestantischen Fürsten des Reiches. In Heidelberg hinterließ er mit dem „Ottheinrichsbau“ des Schlosses ein architektonisches Meisterwerk, das bis heute als eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Renaissance gilt. Doch sein Hunger nach Kultur ging weit über Architektur hinaus; er war ein obsessiver Sammler kostbarer Handschriften und Begründer der berühmten Bibliotheca Palatina, die Heidelberg zu einem geistigen Zentrum Europas machte.
Trotz seines kulturellen Glanzes war sein Leben oft von finanziellen Krisen und politischen Konflikten überschattet. Seine prunkvolle Hofhaltung und die immensen Kosten seiner Bauprojekte führten zeitweise zum Staatsbankrott und zwangen ihn ins Exil. Doch Ottheinrich verstand es stets, mit Würde und intellektuellem Stolz zurückzukehren. In der Münchner Stadtgeschichte wird er als derjenige Wittelsbacher erinnert, der den Geist der Erneuerung und des Humanismus am radikalsten vorlebte. Er war ein Mann der Extreme – tiefgläubig im neuen Bekenntnis, leidenschaftlich in der Förderung der Bildung und ein Verschwender aus Liebe zur Schönheit. Mit seinem Tod erlosch die direkte Linie der Pfalz-Neuburger im Kurfürstenamt, doch sein kulturelles Erbe strahlt als Höhepunkt wittelsbachischer Prachtentfaltung bis in die Gegenwart aus.