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Maria Josepha von Portugal, Infantin von Portugal

Haus: Bragança

* 19.03.1857 (Bronnbach an der Tauber) – † 11.03.1943 (Wien) · St. Quirin

Ehen:
1. 1874 · mit Carl Theodor in Bayern
Maria Josepha von Portugal
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Maria Josepha von Portugal entstammte dem königlichen Haus Braganza in Portugal und trat über ihre Heirat in eine der einflussreichsten Familien Europas ein. Sie wurde mit Herzog Karl Theodor in Bayern verbunden, dem Bruder der berühmten Kaiserin Elisabeth von Österreich. Gemeinsam mit ihrem Mann lebte sie überwiegend in München, wo das Paar tief in das gesellschaftliche und karitative Leben der Stadt eingebunden war. 

In München unterstützte Maria Josepha das Engagement ihres Mannes in der Medizin. Karl Theodor, ausgebildeter Augenarzt, setzte sich vor allem für die Behandlung Bedürftiger ein. Auf ihren Rat hin gründeten sie eine Augenklinik in der Nymphenburger Straße, die gezielt mittellosen Menschen unentgeltlich Hilfe bot. Das Engagement des Ehepaares für diese Wohltätigkeitsanstalt wurde aus eigenen Mitteln getragen und fand in der Stadt große Anerkennung. 

Maria Josepha war nicht nur durch ihre Ehe mit dem bayerischen Herzog in München präsent, sondern auch durch ihre familiären Verbindungen in europäischen Königshäusern: Mehrere ihrer Kinder heirateten in führende Dynastien, darunter in Belgien und Bayern, was die weitreichende Vernetzung der Familie über die Region München hinaus widerspiegelt. 

Ihr Leben war geprägt von der Verbindung zwischen Herkunft und Wahlheimat: Als Infantin von Portugal brachte sie königliche Tradition mit, die sie in München mit karitativem Tatendrang und gesellschaftlicher Verantwortung verband. Ihr Wirken in der Stadt und in der medizinischen Wohltätigkeit bleibt ein Teil der lokalen Erinnerung, so dass unter anderem eine Straße im Stadtteil Schwabing nach ihr benannt wurde.