Albert III. von Bogen
Haus: Bogen
* 19.07.1165 – † 20.12.1197
Herrscher
Graf von Bogen und Windberg
Vogt von Prüfening, Oberalteich und Windberg
Vogt von Prüfening, Oberalteich und Windberg
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Ludmilla von Böhmen
Albert III. von Bogen verkörperte als prominenter Vertreter des hochmittelalterlichen bayerischen Adels die machtpolitische Dynamik im Donauraum. Er stammte aus der Linie der Grafen von Bogen und Windberg, die als jüngerer Zweig der Babenberger eine signifikante territoriale Position innehatte. In seiner Funktion als Vogt über bedeutende geistliche Institutionen wie die Klöster Prüfening und Oberalteich sowie das Hochstift Regensburg übte er erheblichen administrativen und rechtlichen Einfluss aus.
Die historische Bedeutung Alberts III. resultiert insbesondere aus seiner strategischen Eheverbindung mit Ludmilla von Böhmen, einer Tochter des přemyslidischen Herzogs Friedrich. Diese Allianz verknüpfte das Grafenhaus eng mit der böhmischen Krone und festigte seinen Stand gegenüber konkurrierenden Geschlechtern wie den Ortenburgern und den aufstrebenden Wittelsbachern. Obwohl seine Herrschaft von heftigen Fehden und dem zeitweiligen Reichsbann durch Kaiser Heinrich VI. geprägt war, blieb die langfristige Wirkung seiner Biografie vor allem dynastischer Natur.
Nach seinem Ableben während eines Kreuzzuges heiratete seine Witwe Ludmilla den bayerischen Herzog Ludwig I. (den Kelheimer). Diese Verbindung leitete eine fundamentale Transformation der bayerischen Landesheraldik ein. Da das Geschlecht der Bogener in der folgenden Generation im Mannesstamm erlosch, gelangten deren heraldische Symbole – die charakteristischen weiß-blauen Rauten – über die Erblinie Ludmillas in den Besitz der Wittelsbacher.
Die historische Bedeutung Alberts III. resultiert insbesondere aus seiner strategischen Eheverbindung mit Ludmilla von Böhmen, einer Tochter des přemyslidischen Herzogs Friedrich. Diese Allianz verknüpfte das Grafenhaus eng mit der böhmischen Krone und festigte seinen Stand gegenüber konkurrierenden Geschlechtern wie den Ortenburgern und den aufstrebenden Wittelsbachern. Obwohl seine Herrschaft von heftigen Fehden und dem zeitweiligen Reichsbann durch Kaiser Heinrich VI. geprägt war, blieb die langfristige Wirkung seiner Biografie vor allem dynastischer Natur.
Nach seinem Ableben während eines Kreuzzuges heiratete seine Witwe Ludmilla den bayerischen Herzog Ludwig I. (den Kelheimer). Diese Verbindung leitete eine fundamentale Transformation der bayerischen Landesheraldik ein. Da das Geschlecht der Bogener in der folgenden Generation im Mannesstamm erlosch, gelangten deren heraldische Symbole – die charakteristischen weiß-blauen Rauten – über die Erblinie Ludmillas in den Besitz der Wittelsbacher.