Ludmilla von Böhmen
Haus: Böhmen
* 04.08.1170 – † 04.08.1240 (Landshut)
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Albert III. von Bogen
Ludmilla von Böhmen nimmt eine Schlüsselrolle in der frühen bayerischen Geschichte ein, da ihre Verbindung mit den Wittelsbachern den Grundstein für den Aufstieg dieses Hauses zur europäischen Machtdynastie legte. Als Tochter des böhmischen Herzogs Friedrich aus dem Geschlecht der Přemysliden brachte sie nicht nur königliches Blut, sondern auch bedeutende politische Allianzen mit in ihre Ehe. In erster Ehe war sie mit dem Grafen von Bogen verheiratet, dessen Territorien und heraldisches Erbe später von entscheidender Bedeutung für Bayern werden sollten.
Nach dem Tod ihres ersten Mannes vermählte sie sich im Jahr 1204 mit Herzog Ludwig I., dem Kelheimer. Diese Verbindung war ein politischer Geniestreich, der die Rivalität zwischen den Wittelsbachern und den Grafen von Bogen beendete. Das berühmteste Vermächtnis dieser Verbindung ist das weiß-blaue Rautenwappen der Bogener, das über Ludmilla an die Wittelsbacher gelangte und bis heute als das nationale Symbol Bayerns und Markenzeichen der Landeshauptstadt München weltbekannt ist.
Ludmilla wirkte jedoch nicht nur im Hintergrund. Sie galt als fromme und tatkräftige Herzogin, die im Jahr 1232 das Kloster Seligenthal bei Landshut stiftete. Dieses Kloster wurde zur wichtigsten Grablege der niederbayerischen Wittelsbacher und zeugt noch heute von ihrem kulturellen Einfluss. Ihr Sohn, Otto der Erlauchte, sicherte schließlich das Erbe beider Linien und festigte die Herrschaft der Wittelsbacher über das Herzogtum.
In der Münchner Stadtgeschichte bleibt Ludmilla als die Frau in Erinnerung, die durch ihre kluge Heiratspolitik die heraldische Identität des Landes schuf. Ohne ihre Biografie würden die bayerischen Farben und das Erscheinungsbild Münchens heute gänzlich anders aussehen. Sie verstarb im Jahr 1240 und fand ihre letzte Ruhe in ihrer Stiftung Seligenthal.
Nach dem Tod ihres ersten Mannes vermählte sie sich im Jahr 1204 mit Herzog Ludwig I., dem Kelheimer. Diese Verbindung war ein politischer Geniestreich, der die Rivalität zwischen den Wittelsbachern und den Grafen von Bogen beendete. Das berühmteste Vermächtnis dieser Verbindung ist das weiß-blaue Rautenwappen der Bogener, das über Ludmilla an die Wittelsbacher gelangte und bis heute als das nationale Symbol Bayerns und Markenzeichen der Landeshauptstadt München weltbekannt ist.
Ludmilla wirkte jedoch nicht nur im Hintergrund. Sie galt als fromme und tatkräftige Herzogin, die im Jahr 1232 das Kloster Seligenthal bei Landshut stiftete. Dieses Kloster wurde zur wichtigsten Grablege der niederbayerischen Wittelsbacher und zeugt noch heute von ihrem kulturellen Einfluss. Ihr Sohn, Otto der Erlauchte, sicherte schließlich das Erbe beider Linien und festigte die Herrschaft der Wittelsbacher über das Herzogtum.
In der Münchner Stadtgeschichte bleibt Ludmilla als die Frau in Erinnerung, die durch ihre kluge Heiratspolitik die heraldische Identität des Landes schuf. Ohne ihre Biografie würden die bayerischen Farben und das Erscheinungsbild Münchens heute gänzlich anders aussehen. Sie verstarb im Jahr 1240 und fand ihre letzte Ruhe in ihrer Stiftung Seligenthal.