Amalie, Herzogin in Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: in Bayern
* 24.12.1865 (München) – † 26.05.1912 (Stuttgart)
Herrscher
Amalie Maria, Herzogin in Bayern, entstammte der herzoglichen Nebenlinie des Hauses Wittelsbach. Als einzige Tochter aus der ersten Ehe von Herzog Karl Theodor mit Prinzessin Sophie von Sachsen wuchs sie in einem Umfeld auf, das eng mit der europäischen Hochadelshistorie verknüpft war. Besonders prägend für ihre Kindheit und Jugend war das enge Verhältnis zu ihrer Großmutter Ludovika, die nach dem frühen Verlust der Mutter eine zentrale Rolle in ihrem Leben einnahm.
Durch ihre Vermählung mit Wilhelm Karl, dem Herzog von Urach, erweiterte sie die familiären Verbindungen in das Haus Württemberg. Ihr Ehemann erlangte später historische Bekanntheit durch seine kurzzeitige Nomination für den litauischen Thron. Amalie selbst pflegte zeit ihres Lebens eine tiefe Freundschaft zu ihrer Cousine, der österreichischen Erzherzogin Marie Valerie.
Neben ihren repräsentativen Pflichten hinterließ sie ein bedeutendes privates Schriftstück: In ihren handschriftlichen Aufzeichnungen hielt sie die Familiengeschichte fest und schuf damit ein persönliches Denkmal für ihre Großmutter Ludovika. Diese Schriften dienen der Geschichtsforschung bis heute als wertvolle Quelle für die Einblicke in das bayerische Herzogshaus und das Leben im 19. Jahrhundert. Ihr Leben endete früh im Zusammenhang mit der Geburt ihres neunten Kindes, doch über ihre Nachkommen blieb die Verbindung zu zahlreichen europäischen Adelsfamilien, unter anderem nach Liechtenstein und Thurn und Taxis, bestehen.
Durch ihre Vermählung mit Wilhelm Karl, dem Herzog von Urach, erweiterte sie die familiären Verbindungen in das Haus Württemberg. Ihr Ehemann erlangte später historische Bekanntheit durch seine kurzzeitige Nomination für den litauischen Thron. Amalie selbst pflegte zeit ihres Lebens eine tiefe Freundschaft zu ihrer Cousine, der österreichischen Erzherzogin Marie Valerie.
Neben ihren repräsentativen Pflichten hinterließ sie ein bedeutendes privates Schriftstück: In ihren handschriftlichen Aufzeichnungen hielt sie die Familiengeschichte fest und schuf damit ein persönliches Denkmal für ihre Großmutter Ludovika. Diese Schriften dienen der Geschichtsforschung bis heute als wertvolle Quelle für die Einblicke in das bayerische Herzogshaus und das Leben im 19. Jahrhundert. Ihr Leben endete früh im Zusammenhang mit der Geburt ihres neunten Kindes, doch über ihre Nachkommen blieb die Verbindung zu zahlreichen europäischen Adelsfamilien, unter anderem nach Liechtenstein und Thurn und Taxis, bestehen.
Eltern
Kinder
Kinder mit Wilhelm Karl
-
Marie Gabriele
(1893–1908)
-
Elisabeth von Urach Fürstin von Urach
(1894–1962)
-
Carola Hilda Fürstin von Urach
(1896–1980)
-
Wilhelm Karl Herzog von Urach
(1897–1957)
-
Karl Gero Herzog von Urach
(1899–1981)
-
Margarethe Herzogin von Urach
(1901–1975)
-
Albrecht Fürst von Urach
(1903–1969)
-
Eberhard Fürst von Urach
(1907–1969)
-
Mechtilde Fürstin von Urach
(1912–2001)
Herzogin Amalie Maria in Bayern entstammte der herzoglichen Nebenlinie des Hauses Wittelsbach. Als einzige Tochter aus der ersten Ehe von Herzog Karl Theodor mit Prinzessin Sophie von Sachsen stand sie in einem dichten Netzwerk europäischer Adelsverbindungen. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter übernahm ihre Großmutter, Herzogin Ludovika in Bayern, eine zentrale Rolle in ihrer Erziehung und persönlichen Entwicklung.
Ihre Vermählung mit Wilhelm Karl, dem 2. Herzog von Urach und Graf von Württemberg, festigte die dynastischen Bande zwischen den Häusern Wittelsbach und Württemberg. Über ihren Ehemann, der später als nominierter König von Litauen (Mindaugas II.) historische Bedeutung erlangte, hinaus pflegte sie eine lebenslange, enge Vertrautheit zu ihrer Cousine, der österreichischen Erzherzogin Marie Valerie.
Ein besonderer kulturhistorischer Beitrag Amalies liegt in ihren schriftlichen Aufzeichnungen. In ihrem Manuskript „Erinnerungen an Großmama“ dokumentierte sie detailliert die Familiengeschichte zwischen 1808 und 1867. Diese Aufzeichnungen dienen der modernen Geschichtsforschung als wertvolle Primärquelle, um die privaten Dynamiken innerhalb der bayerischen Herzogslinie sowie das Umfeld ihrer Tante, Kaiserin Elisabeth von Österreich, zu rekonstruieren. Die Herzogin verstarb infolge von Komplikationen nach der Geburt ihres neunten Kindes. Ihre Nachkommenschaft weitete den familiären Einfluss durch Heiraten in bedeutende Häuser wie Liechtenstein sowie Thurn und Taxis weiter aus.
Ihre Vermählung mit Wilhelm Karl, dem 2. Herzog von Urach und Graf von Württemberg, festigte die dynastischen Bande zwischen den Häusern Wittelsbach und Württemberg. Über ihren Ehemann, der später als nominierter König von Litauen (Mindaugas II.) historische Bedeutung erlangte, hinaus pflegte sie eine lebenslange, enge Vertrautheit zu ihrer Cousine, der österreichischen Erzherzogin Marie Valerie.
Ein besonderer kulturhistorischer Beitrag Amalies liegt in ihren schriftlichen Aufzeichnungen. In ihrem Manuskript „Erinnerungen an Großmama“ dokumentierte sie detailliert die Familiengeschichte zwischen 1808 und 1867. Diese Aufzeichnungen dienen der modernen Geschichtsforschung als wertvolle Primärquelle, um die privaten Dynamiken innerhalb der bayerischen Herzogslinie sowie das Umfeld ihrer Tante, Kaiserin Elisabeth von Österreich, zu rekonstruieren. Die Herzogin verstarb infolge von Komplikationen nach der Geburt ihres neunten Kindes. Ihre Nachkommenschaft weitete den familiären Einfluss durch Heiraten in bedeutende Häuser wie Liechtenstein sowie Thurn und Taxis weiter aus.