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Elisabeth Auguste Sofie, Erbprinzessin von Pfalz-Sulzbach

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Sulzbach

* 17.03.1693 (Brieg (Schlesiern)) – † 30.01.1728 (Mannheim) · St. Michael

Elisabeth Auguste Sofie

Kinder

Elisabeth Auguste Sofie von der Pfalz nimmt eine Schlüsselrolle in der Geschichte des Hauses Wittelsbach ein, da sie als einzige überlebende Tochter des Kurfürsten Karl III. Philipp die letzte Hoffnung auf einen direkten Fortbestand der Linie Pfalz-Neuburg verkörperte. In einer Zeit, in der dynastische Erbfolgen über das Schicksal ganzer Länder entschieden, wurde ihre Herkunft zum zentralen Element der europäischen Diplomatie. Ihr Vater setzte alles daran, das Erbe der Kurpfalz in der Familie zu halten, was schließlich zu einer der bedeutendsten Hochzeiten der pfälzischen Geschichte führte.

Sie wurde mit ihrem Cousin Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach vermählt. Diese Verbindung war weit mehr als eine familiäre Angelegenheit; sie sollte die Vereinigung der Linien Neuburg und Sulzbach besiegeln und so den Übergang der Kurwürde friedlich regeln. Elisabeth Auguste Sofie galt als eine Frau von hohem Standesbewusstsein, die das höfische Leben in Heidelberg und Mannheim mit prägte. Ihr Schicksal war jedoch von tragischen Verlusten gezeichnet, da ihre männlichen Nachkommen früh verstarben, was die Nachfolgepläne ihres Vaters immer wieder erschütterte.

Für den Stammbaum der Stadtgeschichte Münchens ist sie von fundamentaler Bedeutung, da sie die Mutter von Elisabeth Auguste ist, jener Frau, die später als Kurfürstin an der Seite Karl Theodors die Geschicke der Pfalz und Bayerns lenkte. Durch sie blieb die dynastische Kontinuität gewahrt, die letztlich zur Vereinigung der wittelsbachischen Lande unter einem Herrscher führte.

Obwohl sie nicht die Rolle einer regierenden Fürstin innehatte, blieb sie als Stammmutter der späteren kurfürstlichen Linie eine hochverehrte Persönlichkeit. Ihr Leben endete in Neuburg an der Donau, dem Stammsitz ihrer Vorfahren. Sie hinterließ ein Erbe, das die territoriale Integrität der Pfalz sicherte und den Grundstein für die glanzvolle Ära des pfälzisch-bayerischen Doppelstaates legte.