Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach, Erbprinz
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Sulzbach
* 02.11.1694 (Sulzbach) – † 18.07.1729 (Oggersheim) · St. Michael
Eltern
Kinder
Kinder mit Elisabeth Auguste Sofie
-
Karl Philipp August Pfalzgraf von Sulzbach
(1718–1724)
-
Innocenzia Maria
(1719–1719)
-
Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach Kurfürstin
(1721–1794)
-
Maria Anna von Pfalz-Sulzbach Herzogin
(1722–1790)
-
Maria Franziska Pfalzgräfin von Pfalz-Sulzbach
(1724–1794)
-
Karl Philipp August Pfalzgraf von Sulzbach
(1725–1727)
-
totgeborener Sohn
(1728–1728)
Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach war ein Hoffnungsträger des Hauses Wittelsbach, dessen Leben und früher Tod die dynastischen Planungen des 18. Jahrhunderts grundlegend erschütterten. Als ältester Sohn von Herzog Theodor Eustach von Pfalz-Sulzbach war er der designierte Erbe nicht nur des Herzogtums Sulzbach, sondern auch der gesamten Kurpfalz, da die dort regierende Linie Pfalz-Neuburg ohne männliche Nachkommen blieb.
Um diese bedeutende Erbnachfolge abzusichern, wurde er mit seiner Cousine Elisabeth Auguste Sophie von der Pfalz verheiratet, der Tochter des amtierenden Kurfürsten Karl Philipp. Diese Verbindung sollte die beiden Linien Neuburg und Sulzbach verschmelzen und einen reibungslosen Übergang der Kurwürde gewährleisten. Joseph Karl galt als hochbegabt und wurde sorgfältig auf seine künftige Rolle als Kurfürst vorbereitet, wobei er bereits früh in die Regierungsgeschäfte in Mannheim und Heidelberg eingebunden wurde.
Das Schicksal griff jedoch grausam in diese Pläne ein. Joseph Karl verstarb im Jahr 1729 im Alter von nur 34 Jahren in Neuburg an der Donau, noch bevor er die Kurwürde antreten konnte. Da er keinen überlebenden männlichen Erben hinterließ – seine Söhne starben im Kindesalter –, ging der Status des präsumtiven Thronfolgers auf seinen jüngeren Bruder Johann Christian Joseph über.
Für die Stadtgeschichte Münchens ist er dennoch von bleibender Relevanz. Seine Töchter, insbesondere die spätere Kurfürstin Elisabeth Auguste, spielten eine zentrale Rolle am bayerischen Hof. Durch das Aussterben der männlichen Linie Joseph Karls verschoben sich die Machtverhältnisse innerhalb der Wittelsbacher so, dass letztlich sein Neffe Karl Theodor der erste Herrscher des vereinigten Kurpfalz-Bayern wurde und die Residenz von Mannheim nach München verlegte.
Sein prächtiges Grabmal befindet sich in der Hofkirche in Neuburg an der Donau. Joseph Karl bleibt in der Geschichte als der „beinahe Kurfürst“, dessen früher Tod den Weg für die spätere Vereinigung der bayerischen und pfälzischen Lande unter Karl Theodor ebnete.
Um diese bedeutende Erbnachfolge abzusichern, wurde er mit seiner Cousine Elisabeth Auguste Sophie von der Pfalz verheiratet, der Tochter des amtierenden Kurfürsten Karl Philipp. Diese Verbindung sollte die beiden Linien Neuburg und Sulzbach verschmelzen und einen reibungslosen Übergang der Kurwürde gewährleisten. Joseph Karl galt als hochbegabt und wurde sorgfältig auf seine künftige Rolle als Kurfürst vorbereitet, wobei er bereits früh in die Regierungsgeschäfte in Mannheim und Heidelberg eingebunden wurde.
Das Schicksal griff jedoch grausam in diese Pläne ein. Joseph Karl verstarb im Jahr 1729 im Alter von nur 34 Jahren in Neuburg an der Donau, noch bevor er die Kurwürde antreten konnte. Da er keinen überlebenden männlichen Erben hinterließ – seine Söhne starben im Kindesalter –, ging der Status des präsumtiven Thronfolgers auf seinen jüngeren Bruder Johann Christian Joseph über.
Für die Stadtgeschichte Münchens ist er dennoch von bleibender Relevanz. Seine Töchter, insbesondere die spätere Kurfürstin Elisabeth Auguste, spielten eine zentrale Rolle am bayerischen Hof. Durch das Aussterben der männlichen Linie Joseph Karls verschoben sich die Machtverhältnisse innerhalb der Wittelsbacher so, dass letztlich sein Neffe Karl Theodor der erste Herrscher des vereinigten Kurpfalz-Bayern wurde und die Residenz von Mannheim nach München verlegte.
Sein prächtiges Grabmal befindet sich in der Hofkirche in Neuburg an der Donau. Joseph Karl bleibt in der Geschichte als der „beinahe Kurfürst“, dessen früher Tod den Weg für die spätere Vereinigung der bayerischen und pfälzischen Lande unter Karl Theodor ebnete.