Geschichte

  • Kuba-Krise um russische Atomraketen auf Kuba

    Die Kuba-Krise 1962 war ein kritischer Punkt des Kalten Krieges. Entstanden durch die Entdeckung sowjetischer Atomraketen auf Kuba durch die USA, führte sie zu extremer internationaler Spannung. Die USA unter Kennedy reagierten mit einer Seeblockade gegen Kuba. Nach riskanten diplomatischen Verhandlungen vereinbarten die USA und die Sowjetunion unter Chruschtschow den Rückzug der sowjetischen Raketen im Austausch gegen ein US-Invasionsverbot in Kuba und das spätere Entfernen amerikanischer Raketen aus der Türkei. Diese Krise markiert einen der gefährlichsten Momente der nuklearen Konfrontation im Kalten Krieg.

  • München: Bau des Freibades West
  • Adolf Eichmann wird hingerichtet
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    Adolf Eichmann, als zentraler Organisator des Holocausts bekannt, wurde von Israels Geheimdienst Mossad in Argentinien gefasst und nach Israel gebracht. In einem historischen Prozess, der weltweit Beachtung fand, wurde er für seine Rolle in der systematischen Vernichtung von Millionen Juden schuldig gesprochen und hingerichtet. Seine Ergreifung und Verurteilung stehen symbolisch für die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen.

  • München: Schwabinger Krawalle

    Auslöser für die Unruhen waren Jugendliche, die nachts um halb elf in der Leopoldstraße musizierten. Nach dem Einschreiten der Polizei eskalierte die Situation und artete in den nächsten Tagen in Straßenschlachen aus.

  • München: Schwabinger Kravalle

    Die Schwabinger Krawalle begannen am 21. Juni 1962, als jugendliche Straßenmusiker nach 22.30 Uhr spielten und Anwohner die Polizei riefen. Der Versuch, die Gruppe aufzulösen, eskalierte in Straßenschlachten zwischen 1000 bis 5000 Jugendlichen und der Polizei. Massive Gewaltanwendung und zahlreiche Festnahmen, darunter etwa 400 Personen, führten zu Sachschäden und öffentlicher Kritik an den Polizeimethoden. Die Ereignisse inspirierten die Münchner Polizei, unter Manfred Schreiber Ansätze zur Deeskalation zu entwickeln („Münchner Linie“). Die Krawalle gelten als Wendepunkt zwischen der Nachkriegszeit und den Protesten der 68er-Bewegung, geprägt durch Forderungen nach kultureller Selbstbestimmung. Sie sind bis heute ein Symbol für gesellschaftlichen Wandel und Jugendprotest.

  • München: Staatsbesuch von Charles de Gaulle in München

    Der französische Stattspräsident Charles de Gaulle besuchte  vom 04. - 09.09.1962 Deutschland. Hierbei übernachtete das Staatsoberhaupt in der Residenz und hielt eine Rede vor der Feldherrnhalle vor 100.000 Zuhörern. 

  • Spiegel-Affäre
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    Die Spiegel-Affäre war eine politische Krise in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1962. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlichte kritische Artikel über die Bundeswehr und Verteidigungsminister Franz Josef Strauß. Strauß reagierte mit Durchsuchungen der Redaktionsräume, was zu einem Skandal führte. Die Affäre endete mit Strauß' Rücktritt als Verteidigungsminister und hatte weitreichende Diskussionen über Pressefreiheit und Meinungsfreiheit zur Folge.

  • 2. Vatikanisches Konzil: Aufruf zum Dialog mit nichtkatholischen Christen

    Das Zweite Vatikanische Konzil, ein zentrales Ereignis der katholischen Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert, fand zwischen 1962 und 1965 statt. Eines seiner bedeutenden Anliegen war die Förderung der Einheit unter den Christen, bekannt als Ökumene. In verschiedenen Dokumenten, insbesondere in der Erklärung "Unitatis Redintegratio" über den Ökumenismus, rief das Konzil zu einem verstärkten Dialog und zur Zusammenarbeit mit nichtkatholischen Christen auf. Es erkannte die geteilten Glaubenswerte an und betonte die Wichtigkeit von Brüderlichkeit und Verständnis über konfessionelle Grenzen hinweg. Das Konzil legte damit den Grundstein für eine neue Phase der Annäherung und des Austauschs zwischen der katholischen Kirche und anderen christlichen Traditionen.

  • Franz Josef Strauß tritt als Bundesminister der Verteidigung zurück

    Franz Josef Strauß tritt als Bundesminister der Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland zurück. Dies geschah im Zusammenhang mit der Spiegel-Affäre und den Kontroversen, die sie ausgelöst hatte.

  • München: 100.000ster Gastarbeiter in München angekommen

    Mit der Ankunft des 100.000sten Gastarbeiters in München wurde ein Meilenstein in der Geschichte der Arbeitsmigration erreicht. Gastarbeiter, vor allem aus Südeuropa, prägten das wirtschaftliche Wachstum der Nachkriegszeit und leisteten entscheidende Beiträge in Industrie und Bauwirtschaft. Die Feierlichkeiten symbolisierten die Anerkennung ihrer Leistungen, während gleichzeitig Diskussionen über Integration und soziale Rechte aufkamen. Diese Zuwanderung formte München nachhaltig, bereicherte die Stadt kulturell und trug dazu bei, sie zu einer weltoffenen Metropole zu entwickeln.


Deutschland
Adenauer
(Bundeskanzler
1949-1963)
Kirchenstaat
Johannes XXIII. (Sl.) (1958-1963)
1. Bürgermeister
Hans-Jochen Vogel (1960-1972)

2. Bürgermeister
Georg Brauchle (1960-1968)

3. Bürgermeister
Albert Bayerle (1960-1972)