Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Im Januar 1921 spaltete sich der radikale Flügel der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) beim Parteitag in Livorno ab und gründete die Kommunistische Partei Italiens (PCI). Die Spaltung erfolgte unter dem Einfluss der Oktoberrevolution und der Komintern, die eine revolutionäre Linie forderte. Der PCI trat für den Sturz des Kapitalismus und die Diktatur des Proletariats ein, blieb jedoch zunächst eine kleine Partei. Unter Benito Mussolinis Faschismus wurde sie verboten und operierte im Untergrund, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder legal tätig wurde.
Der Matrosenaufstand in Kronstadt war ein Aufstand von Matrosen, Soldaten und Arbeitern gegen die bolschewistische Regierung. Die Aufständischen forderten mehr politische Freiheiten, Meinungsfreiheit und eine Rückkehr zu den Räten ohne kommunistische Kontrolle. Lenin und Trotzki sahen die Rebellion als gefährliche Konterrevolution und ließen sie mit militärischer Gewalt niederschlagen. Tausende wurden getötet oder in Lager deportiert. Der Aufstand zeigte die wachsende Unzufriedenheit mit der bolschewistischen Politik und trug zur Einführung der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) bei.
Der Frieden von Riga beendete den Polnisch-Sowjetischen Krieg und regelte die Aufteilung der umkämpften Gebiete. Polen erhielt Teile der heutigen Westukraine und Westweißrusslands, während die übrigen Gebiete der Ukrainischen und Weißrussischen Sowjetrepublik zugesprochen wurden. Die Grenzen blieben bis zum Zweiten Weltkrieg bestehen. Für die ukrainische und weißrussische Bevölkerung bedeutete der Vertrag eine Teilung zwischen Polen und der Sowjetunion, ohne ihre Eigenstaatlichkeit zu berücksichtigen, was zu politischen Spannungen und ethnischen Konflikten führte.
Die Volksabstimmung über Oberschlesiens Zugehörigkeit zu Deutschland oder Polen war eine Folge des Versailler Vertrags. Die Bevölkerung sollte über die staatliche Zugehörigkeit der Region entscheiden. Während Deutschland für den Verbleib warb, unterstützte Polen die Angliederung. Die Abstimmung ergab eine Mehrheit für Deutschland, doch aufgrund politischer und militärischer Auseinandersetzungen teilte die Alliierte Kommission das Gebiet. Der Osten fiel an Polen, der Westen blieb bei Deutschland. Diese Entscheidung führte zu Spannungen, da beide Seiten Gebietsansprüche erhoben.
Karl Gareis, ein Landtagsabgeordneter der USPD in Bayern, wurde vor seiner Haustür in Schwabing erschossen. Er setzte sich intensiv für die Aufklärung über die Einwohnerwehr und deren Auflösung ein. Seine kritische Haltung gegenüber paramilitärischen Strukturen und rechtsnationalen Kreisen machte ihn zur Zielscheibe politischer Gegner. Sein gewaltsamer Tod gilt als politischer Mord, doch die genauen Hintergründe blieben ungeklärt. Trotz zahlreicher Hinweise auf rechtsradikale Täter wurde der Fall nie vollständig aufgeklärt.
Kahr war eine zentrale Figur in der bayerischen Politik und hatte eine konservative und monarchistische Ausrichtung. Sein Rücktritt erfolgte im Kontext politischer Spannungen und Unruhen in der Weimarer Republik, insbesondere in Bayern, das ein Zentrum konservativer und nationalistischer Bewegungen war. Nach seinem Rücktritt blieb Kahr eine einflussreiche Figur und spielte später eine bedeutende Rolle bei der Niederschlagung des Hitlerputsches.