Geschichte - 1919



  • Kaiser Karl I. von Österreich tritt zurück

  • Gründungsparteitag der KPD aus Spartakusbund und Teilen der USPD

  • Léon Blum wird Führer der frz. sozialistischen Partei

    Léon Blum wurde Führer der französischen sozialistischen Partei SFIO, prägend für die Entwicklung der sozialistischen Bewegung in Frankreich. Seine Führungsrolle symbolisierte eine neue Ära progressiver Politik, fokussiert auf Arbeiterrechte und soziale Reformen. Blum, später als Premierminister tätig, hinterließ ein Erbe der Förderung von Frieden, Demokratie und wesentlichen sozialen Gesetzen in Frankreich.

  • Benito Mussolini gründet die 'fasci Italiani di combattimento'

  • Moskau: Gründung der III. Internationale (Komintern); Vorsitzender Sinowjew

  • Unterwerfung der Ukraine durch Bolschewiki

    Die Ukraine wurde in einem entscheidenden historischen Moment von den Bolschewiki unterworfen. Nach dem Zusammenbruch des Russischen Reiches kämpften verschiedene Gruppierungen, darunter die Bolschewiki, nationalistische ukrainische Kräfte und Anarchisten, um die Kontrolle. Der Konflikt war Teil des Russischen Bürgerkriegs. Die Eroberung durch die Bolschewiki spielte eine Schlüsselrolle in der Festigung der Sowjetmacht und prägte die zukünftige Geschichte und Identität der Ukraine.

  • Beginn der kommunistischen Revolte unter Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ('Berliner Spartakus

  • Gründung der Deutsche Arbeiterpartei (DAP) aus der später die NSDAP wurde

    Die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) wurde gegründet und entwickelte sich später zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Ursprünglich eine kleine Gruppierung mit nationalistischen und anti-marxistischen Ansichten, wurde sie unter Adolf Hitlers Einfluss zu einer dominanten politischen Kraft.

  • Landtagswahl: Die SPD erreicht 33%, die USPD nur 2,5% der Stimmen

    Die Landtagswahlen vom 12. Januar erbrachten für die SPD 33 Prozent der Stimmen, für die USPD lediglich 2,5 Prozent. Die Kommunisten und die Anarchisten hatten die Wahl boykottiert.

  • Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs

    Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, zwei prominente Führer der deutschen kommunistischen Bewegung, werden ermordet. Beide waren Mitbegründer des Spartakusbundes, der später in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) überging. Ihre Ermordung fand im Kontext der politischen Unruhen statt, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg erschütterten, insbesondere während des Spartakusaufstandes in Berlin.

  • Beginn der Friedenskonferenz zu Versailles

  • Friedrich Ebert wird Reichspräsident

  • Massendemonstration für das Rätesystem

    Auf Initiative Landauers wurde eine Massendemonstration für das Rätesystem organisiert an der auch Eisners teilnahm.

  • Kurt Eisner wird von Anton Graf von Arco auf Valley erschossen

    Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner von Anton Graf von Arco auf Valley erschossen.

  • Trauerfeierlichkeiten für Kurt Eisner

  • Der Rätekongress lehnt die Ausrufung der Räterepublik ab

    Der bayerische Rätekongress lehnte den von Mühsam eingebrachten Antrag auf Ausrufung der Räterepublik ab.

  • Der Rätekongress lehnt die Bildung einer Koalitionsregierung ab

    Die SPD, USPD und Bayerischer Bauernbund einigen sich auf die Bildung einer Koalitionsregierung, die Einberufung des Landtages und die Neuwahl der Räte. Der Rätekongress lehnte dies ab und vertagte sich.

  • Der Landtag billigt die Regierung Hoffmann (SPD)

  • Mühsam und Landauer sollen Proklamation zur Räterepublik verfassen

    Vom Revolutionären Zentralrat werden Mühsam und Landauer mit der Abfassung einer Proklamation zur Ausrufung der Räterepublik beauftragt.

  • Zentralrat beschließt die endgültige Proklamation der Räterepublik

    Die entgültige Proklamation der Räterepublik beschlossen und die Volksbeauftragten (Minister) gewählt

  • Räterepublik in Bayern

  • Putsch der republikanische Soldaten

    Republikanische Soldaten putschen gegen die Räterepublik und verhafteten 13 Mitglieder des Zentralrates, unter ihnen Mühsam.

  • Erster Tag des Generalstreiks

  • Auflösung der Polizei und Aufstellung der Roten Armee

    Entwaffnung des Bürgertums und Bewaffung der Arbeiter

  • Alle Zeitungen werden verboten

    Ab nun erscheinen nur die regierungsamtlichen Mitteilungen des Vollzugrates der Betriebs- und Soldatenräte

  • Weiße Truppen kesseln München ein

  • Reichstruppen werden nach München entsandt

    Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) sendet Reichstruppen nach München.

  • Truppenschau der Roten Armee in der Ludwigstraße

  • Im Luitpold-Gymnasium werden zehn Gefangene erschossen

    Unter den Ermordeten befanden sich sieben Mitglieder der rechtextremen Thulegesellschaft

  • Gustav Landauer wird verhaftet

    Gustav Landauer wird in dem Haus von Kurt Eisner in Großhadern von Freikorpsleuten verhaftet und einen Tag später ermordet.

  • Erstürmung von München durch Freicorps; Ende der Münchener Räterepublik

    Die Münchener Räterepublik, eine sozialistisch geprägte Regierung in München, endete durch die Erstürmung der Stadt durch Freikorps-Einheiten. Diese paramilitärischen Gruppen, bestehend aus ehemaligen Soldaten und antikommunistischen Kräften, setzten der revolutionären Herrschaft ein gewaltsames Ende.

  • Gustav Landauer wird ermordet

    Gustav Landauer (1870-1919) Philosoph, Übersetzter, Autor und für kurze Zeit Volksbeauftragter für Volksaufklärung wurde nach dem Ender der Räterepublik als Radikalsozialist und gewaltloser Anachist am 2. Mai 1919 in München-Stadelheim ermordet

  • Die Stadt wird von Regierungs- und Freikorpstruppen besetzt

    Dabei wurden ca. 1 000 Menschen getötet und etwa 5 000 wurden in der Folge wegen ihrer Beteiligung an der Räterepublik vor Gericht gestellt.

    Fünfundzwanzig Perlacher Bürger werden vom evangelischen Pfarrer Hell der St. Paulus Kirche als Komunisten denunziert, die angebich als Rotarmisten in Perlach aufgetreten waren. Der Grund war anscheindend die Distanz der SPD Mitglieder zur Kirche, das den Geistlichen mißfiel. Die zwölf brachte das Freikorps Lützow zum Hofbräukeller, dort wurden sie nach schweren Mißhandlungen standrechtlich erschossen.

    Die Mörder wurden 1926 von der Weimarer Justiz freigesprochen.

  • Perlacher Bürger vom Freikorp Lützow im Garten des Hofbräukellers ermordert
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    Nach der militärischen Zerschlagungder Münchener Rärerepublik wurden diese Arbeiter und Handwerker denuziert und ohne gersichtliches Verfahren von Mitgliedern des Freikorps Lützow am 5. Mai 1919 im Garten des Hofbräuhauses ermordert.

  • Gesellenmord im Keller des Prinz-Georg-Palais
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    Die Mitglieder des katholischen Gesellenvereins trafen sich regelmäßig im Maxkasino in der Augustenstraße. Die Regierungstruppen, dachten an ein Treffen von Spartakisten, nahmen diese fest und trieben sie unter massiven Gewalteinsatz zum Prinz-Georg-Palais und ermordeten diese im Keller.

  • Unterzeichnung des Friedensvertrags zu Versailles

    Der Friedensvertrag von Versailles markierte das offizielle Ende des Ersten Weltkriegs. Er legte umfassende Reparationsforderungen, territoriale Veränderungen und militärische Beschränkungen für Deutschland fest. Der Vertrag, von vielen als ungerecht angesehen, trug zu politischen und wirtschaftlichen Spannungen bei, die später zur Entstehung des Zweiten Weltkriegs führten und die internationale Ordnung der Zwischenkriegszeit wesentlich prägten.

  • Erlaß der Weimarer Reichsverfassung

  • Adolf Hitler tritt der DAP bei

    Adolf Hitler tritt der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) bei, einer kleinen politischen Gruppierung in München. Diese Partei, geprägt von nationalistischen, antisemitischen und anti-marxistischen Ideologien, wurde später zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) umstrukturiert. Hitlers Beitritt markierte den Beginn seines politischen Aufstiegs,

  • Vertrag von Saint-Germain zwischen Österreich und den Siegermächten

  • Gabriele d'Annunzio besetzt Fiume (Rijeka), das trotz mehrheitlich italienischer Bevölkerun

  • Adolf Hitler nimmt als Beobachter an einer Versammlung der DAP teil

    Der Gefreite Adolf Hitler hatte die Aufgabe eine Versammlung der Deutschen Arbeiter Partei im Sterneckerbräu zu besuchen, und darüber Bericht zu erstatten.

  • Friedrich Ebert wird Reichspräsident

    Friedrich Ebert wurde Reichspräsident der Weimarer Republik und leitete das Land durch eine Zeit großer politischer und sozialer Umbrüche. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands prägte er die Formung der Weimarer Verfassung und stand vor Herausforderungen wie politischer Instabilität und wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Seine Amtszeit war entscheidend für die Etablierung der demokratischen Ordnung in Deutschland während dieser turbulenten Phase.

  • Kurt Eisner ruft den Freistaat Bayern aus

    Kurt Eisner, ein bedeutender sozialistischer Politiker und Journalist, proklamierte den Freistaat Bayern. Dieser historische Moment erfolgte im Zuge der deutschen Revolution von 1918-1919, die das Ende des Ersten Weltkriegs und den Zusammenbruch der Monarchien in Deutschland begleitete. Eisner, Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), rief den Freistaat aus, nachdem er die bayerische Regierung als Ministerpräsident übernommen hatte. Seine Proklamation markierte das Ende der Monarchie in Bayern und den Beginn einer kurzlebigen sozialistischen Regierung,

  • Vertrag von Neuilly zwischen Bulgarien und den Siegermächten

  • Waffenstillstand zwischen Estland und Rußland


Weimarer Republik
Friedrich Ebert (1919-1925)
Kirchenstaat
Benedikt XV. (1914-1922)
Bayern
Eisner Kurt (1918-1919)
Hoffmann Johannes (1919-1920)
1. Bürgermeister
Eduard Schmid (1919-1924)

2. Bürgermeister
Hans Küfner (1918-1934)

Geschichte
Kunstgeschichte
München


I.M. Mayer Kgl. Hofsattler und Kutschenfabrikant