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Name | Eisner Kurt |
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Regierungsereich | |
Titel | Ministerpräsident |
Kurt Eisner (*14. Mai 1867 in Berlin; †21. Februar 1919 in München) war ein deutscher Politiker, Journalist und revolutionärer Sozialist. Als Anführer der Novemberrevolution 1918 in Bayern setzte er die Monarchie der Wittelsbacher ab und rief am 8. November den Freistaat Bayern aus. Eisner wurde erster bayerischer Ministerpräsident einer demokratischen Regierung.
In seiner kurzen Amtszeit führte Eisner tiefgreifende demokratische und soziale Reformen durch, darunter besonders das allgemeine Wahlrecht für Frauen, wodurch Bayern zu den Vorreitern in Deutschland gehörte. Er setzte außerdem den Achtstundentag durch, reformierte das Arbeitsrecht und verbesserte den Schutz von Arbeitnehmerrechten. Eisner setzte sich konsequent für Frieden, politische Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit ein.
Politisch vertrat er einen demokratischen Sozialismus und Pazifismus, was ihn zur Zielscheibe nationalistischer und konservativer Gruppen machte. Trotz massiver Anfeindungen blieb er entschiedener Gegner von Militarismus und Krieg.
Am 21. Februar 1919 wurde Eisner auf offener Straße in München von einem rechtsradikalen Attentäter erschossen. Sein gewaltsamer Tod führte zu politischen Unruhen und zur Ausrufung der Münchner Räterepublik. Eisners nachhaltige Leistungen, insbesondere beim Frauenwahlrecht und sozialpolitischen Fortschritt, sichern ihm bis heute einen wichtigen Platz in der demokratischen Geschichte Bayerns.