Ereignisse im Jahr 1861
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Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland1861
Die Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland markierte einen Wendepunkt in der Geschichte. Initiiert von Zar Alexander II., befreite sie Millionen Bauern von der Bindung an Land und Herrn. Trotz neugewonnener Freiheit und Landbesitzrechten führten die hohen Kosten und ungünstigen Bedingungen zu sozialen Spannungen und Herausforderungen.
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Aufhebung des bayerischen Matrikelgesetzes1861
Mit der Abschaffung des Matrikelgesetzes entfällt die Beschränkung der jüdischen Ansiedlung in Bayern. Juden können sich nun frei niederlassen, auch in München, was einen bedeutenden Schritt zur rechtlichen Gleichstellung darstellt.
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Juden dürfen in München wieder Geschäfte eröffnen22.08.08.1861Ort: München
Es wird Juden wieder gestattet, offiziell Geschäfte zu eröffnen. Dies geschah im Zuge der schrittweisen rechtlichen Gleichstellung der Juden in Bayern. An diesem Tag trat das “Gesetz über die Verhältnisse der Israeliten” in Kraft, das den Juden mehr bürgerliche Rechte einräumte und es ihnen unter anderem ermöglichte, uneingeschränkt wirtschaftlich tätig zu werden.
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Letzte öffentliche Hinrichtung09.11.11.1861Ort: München
Ein wegen Mordes an einem Bauern verurteilter Dienstknecht wurde vor zahlreichen Zuschauern durch das Schwert enthauptet. Der Vorgang markierte das Ende öffentlicher Exekutionen im Königreich Bayern, die kurz darauf endgültig abgeschafft und in geschlossene Vollzugsräume verlegt wurden.
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Hohe Pforte genehmigt die zeitweilige Union von Walachei und Moldau04.12.12.1861
Die Hohe Pforte erkannte die zeitweilige Vereinigung der Fürstentümer Walachei und Moldau unter einem gemeinsamen Herrscher offiziell an. Damit wurde der politische Zusammenschluss legitimiert, der später die Grundlage für die Entstehung des modernen Rumänien bilden sollte.
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