Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
Mit der Abschaffung des Matrikelgesetzes entfällt die Beschränkung der jüdischen Ansiedlung in Bayern. Juden können sich nun frei niederlassen, auch in München, was einen bedeutenden Schritt zur rechtlichen Gleichstellung darstellt.
Es wird Juden wieder gestattet, offiziell Geschäfte zu eröffnen. Dies geschah im Zuge der schrittweisen rechtlichen Gleichstellung der Juden in Bayern. An diesem Tag trat das “Gesetz über die Verhältnisse der Israeliten” in Kraft, das den Juden mehr bürgerliche Rechte einräumte und es ihnen unter anderem ermöglichte, uneingeschränkt wirtschaftlich tätig zu werden.
Ein wegen Mordes an einem Bauern verurteilter Dienstknecht wurde vor zahlreichen Zuschauern durch das Schwert enthauptet. Der Vorgang markierte das Ende öffentlicher Exekutionen im Königreich Bayern, die kurz darauf endgültig abgeschafft und in geschlossene Vollzugsräume verlegt wurden.


