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Auguste Maria Luise, Prinzessin von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern

* 28.04.1875 (München) – † 25.06.1964 (Regensburg) · Friedhof

Auguste Maria Luise

Kinder

Keine Kinder erfasst
rinzessin Auguste Maria Luise von Bayern war eine prominente Vertreterin des Hauses Wittelsbach, deren Biografie die engen dynastischen Verflechtungen zwischen Bayern und dem Hause Österreich-Ungarn widerspiegelt. Als Tochter von Prinz Leopold von Bayern und Erzherzogin Gisela von Österreich war sie zudem eine Enkelin Kaiser Franz Josephs I.

Durch ihre Heirat mit Erzherzog Joseph August von Österreich verlagerte sich ihr Lebensmittelpunkt nach Ungarn, wo sie auf dem Familiensitz Alcsút lebte. In der Zeit des Ersten Weltkriegs trat sie durch ein außergewöhnliches soziales Engagement hervor. Neben ihrer Tätigkeit für das Rote Kreuz und der persönlichen Pflege von Verwundeten initiierte sie die patriotische Sammelbewegung „Gold für Eisen“ und gründete karitative Einrichtungen wie Krankenhäuser, die ihren Namen trugen.

Nach dem politischen Umbruch in Ungarn am Ende des Zweiten Weltkriegs und der Enteignung des habsburgischen Besitzes kehrte sie nach Deutschland zurück. Ihr späterer Lebensweg führte sie nach Regensburg, wo sie im Kreis der Familie Thurn und Taxis lebte. Auguste Maria Luise hinterließ durch ihre wohltätige Arbeit bleibende Spuren in der ungarischen Sozialgeschichte, was unter anderem durch die Benennung medizinischer Zentren nach ihrer Person gewürdigt wird. Ihr Wirken verdeutlicht die Rolle hochadeliger Frauen im frühen 20. Jahrhundert zwischen repräsentativen Pflichten und aktivem humanitärem Einsatz in Krisenzeiten.