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Charlotte von Hessen-Kassel, Kurfürstin von der Pfalz

Haus: Hessen-Kassel

* 20.11.1627 (Kassel) – † 16.03.1686 (Heidelberg)

Ehen:
1. 22.02.1650 in Kassel · mit Karl I. Ludwig
Charlotte von Hessen-Kassel
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Charlotte von Hessen-Kassel ist eine schillernde und zugleich tragische Figur im weitverzweigten Geflecht der Wittelsbacher Dynastie. Als Gemahlin des Kurfürsten Karl I. Ludwig von der Pfalz trat sie in eine Verbindung ein, die durch politische Ambitionen und persönliche Zerwürfnisse geprägt war. In der Münchner Stadtgeschichte und den dynastischen Aufzeichnungen auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ wird sie vor allem als die Mutter der berühmten „Liselotte von der Pfalz“ geführt, durch die sie zur Vorfahrin zahlreicher europäischer Herrscherhäuser wurde.

Ihr Leben am Heidelberger Hof war von einem beispiellosen Ehedrama überschattet. Die Weigerung Charlottes, in eine Scheidung einzuwilligen, während ihr Gatte eine Bigamie einging, machte sie zu einer Frau, die beharrlich um ihren Status und ihre Würde kämpfte. Diese Standhaftigkeit inmitten höfischer Intrigen verleiht ihrer Biografie eine besondere Tiefe, die über die reine Funktion als Stammhalterin hinausgeht.

Innerhalb des wittelsbachischen Stammbaums repräsentiert Charlotte die engen Bande zwischen dem hessischen Landgrafenhaus und der Kurpfalz. Trotz der persönlichen Enttäuschungen sicherte sie durch ihre Nachkommen den kulturellen und politischen Einfluss ihrer Linie. Ihr Erbe lebt in den Briefen ihrer Tochter Liselotte weiter, die das Andenken an ihre Mutter und deren schwierige Position am Hof bewahrte. Für das Verständnis der pfälzischen Linie der Wittelsbacher ist Charlottes Biografie ein unverzichtbares Zeugnis für die Herausforderungen, denen hochadelige Frauen im 17. Jahrhundert gegenüberstanden.