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Maria Anna von Bayern, Königin von Sachsen

Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern

* 27.01.1805 (München) – † 13.09.1877 (Wachwitz) · Hofkirche

Maria Anna von Bayern

Kinder

Keine Kinder erfasst
Maria Anna von Bayern war eine bayerische Prinzessin aus dem Haus Wittelsbach, die durch ihre Vermählung zur Königin von Sachsen aufstieg. Als Tochter von König Maximilian I. Joseph von Bayern gehörte sie jener Generation an, die das junge bayerische Königreich nach den napoleonischen Kriegen repräsentierte. Ihre Zwillingsschwester war die spätere preußische Königin Elisabeth Ludovika, was die weitreichenden dynastischen Verknüpfungen der Wittelsbacher in dieser Epoche verdeutlicht.

In Sachsen heiratete sie den späteren König Friedrich August II. Ihre Rolle am Dresdner Hof war geprägt von tiefem sozialen Engagement. Während der großen Hungersnot im Erzgebirge und im Vogtland Mitte der 1830er Jahre ergriff sie die Initiative und gründete den „Frauenverein der Inneren Mission“, um die bittere Not der Bevölkerung zu lindern. Dieses Wirken machte sie über die höfischen Kreise hinaus bekannt und beliebt.

Obwohl ihre Ehe kinderlos blieb, nahm sie eine zentrale Stellung in der königlichen Familie ein. Nach dem Unfalltod ihres Mannes lebte sie als Königin-Witwe vor allem in Südtirol und Dresden. Maria Anna blieb zeit ihres Lebens eine wichtige Vermittlerin zwischen ihrer bayerischen Heimat und ihrer sächsischen Wahlheimat. Sie verkörperte den Übergang vom höfischen Barock hin zu einer bürgerlich orientierten Wohltätigkeit im 19. Jahrhundert.