Dorothea von Brandenburg, Königin von Dänemark
* 1430 – † 25.11.1495 (Kalundborg)
Herzogin von Schleswig und Holstein
Gräfin von Oldenburg.
Kinder
In erster Ehe mit König Christoph III. verbunden, erlangte sie die Würde der Königin von Dänemark, Norwegen und Schweden. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls sicherte sie die Kontinuität der Herrschaft durch eine zweite Verbindung mit Christian I. von Oldenburg. Dorothea galt als politisch äußerst versierte und energische Akteurin, die ihren Ehemann aktiv in den Regierungsgeschäften unterstützte.
Besondere Bedeutung erlangte sie durch ihre erfolgreiche Finanz- und Territorialpolitik. Es gelang ihr, durch geschickte Pfandgeschäfte weitreichende Ansprüche in den Herzogtümern Schleswig und Holstein zu erwerben. Diese Machtbasis nutzte sie, um die Herrschaft ihres Sohnes Friedrich zu festigen, für den sie zudem die Regentschaft übernahm. Trotz langwieriger Auseinandersetzungen mit ihrer brandenburgischen Verwandtschaft um das väterliche Erbe blieb ihr Einfluss im Ostseeraum durch ihre diplomatische Tatkraft und wirtschaftliche Vorsorge prägend für die dynastische Entwicklung Skandinaviens.
Dorothea, Tochter des Kurfürsten Johann (des Alchymisten) von Brandenburg, geb. 1422, verl. mit Christoph auf der Plassenburg 11. Juni 1445, verm. in Kopenhagen 12. Septbr. gl. J., gest. 25. Nov. 1495 im Schlosse zu Kailundsborg als Gemahlin Königs Christian I von Dänemark, welcher (aus oldenburgischem Stamme) 1426 geb. war, sich 28. Okt. 1449 mit Dorotheen vermählte, 22. Mai 1481 in Kopenhagen starb und zu Roeskilde in der Dreifaltigkeits- Kapelle des Domes von St. Lucius begr. liegt. (Weder Epitaph noch Denkmal mehr.)6) Dorothea hat ihrem 2. Gemahle 4 Söhne und 1 Tochter geboren.