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Christoph III.

Haus: Wittelsbach

* 26.02.1416 – † 05.01.1448 (Helsingborg)

Christoph III.
Herrscher
1440 König von Dänemark
1441 König Schweden
1442 König von Norwegen
Eltern

Kinder

Keine Kinder erfasst
Christoph III., in der Geschichtsschreibung meist als Christoph von Bayern bekannt, markiert einen der spektakulärsten Aufstiege innerhalb des Hauses Wittelsbach. Als Sohn von Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt und Katharina von Pommern gehörte er zunächst einer pfälzischen Seitenlinie an. Doch durch das geschickte dynastische Erbe seiner Mutter und das Aussterben der direkten dänischen Linie wurde er zum Herrscher über den gesamten Norden berufen.

Seine historische Bedeutung liegt in seiner Rolle als Unionskönig: Er regierte in Personalunion über Dänemark, Schweden und Norwegen. Damit hielt ein Spross der bayerischen Wittelsbacher die Fäden der Kalmarer Union in der Hand und herrschte über ein riesiges nordeuropäisches Reich, das von Grönland bis zur Ostsee reichte. In Skandinavien wird seine Regierungszeit oft als eine Phase des Ausgleichs gesehen, in der er versuchte, die widerstreitenden Interessen des Adels in den drei Königreichen zu balancieren, was ihm den Beinamen „der gute Bauernkönig“ einbrachte.

Für die Stadtgeschichte Münchens und die bayerische Identität ist er ein faszinierendes Beispiel für die europäische Strahlkraft der Familie. Obwohl sein politisches Zentrum im Norden lag – er wurde in Kopenhagen, Uppsala und Oslo gekrönt –, blieb er seinen bayerischen Wurzeln und seiner oberpfälzischen Heimat Neumarkt stets verbunden. Sein früher Tod ohne direkte Erben führte dazu, dass die skandinavischen Kronen an das Haus Oldenburg fielen, während sein Erbe in Bayern zur Festigung der pfalz-neumarktischen Lande beitrug. Er bleibt als der einzige Wittelsbacher in Erinnerung, der das Nordmeer regierte.