Ludwig IV. der Bayer, Kaiser
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 1282 (München) – † 11.10.1347 (Puch/Fürstenfeldbruck) · Frauenkirche
Kinder
Kinder mit Beatrix von Schlesien-Schweidnitz
Kinder mit Margarethe I. von Holland
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Margarete
(1325–1360)
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Anna
(1326–1361)
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Ludwig VI. der Römer Kurfürst von Brandenburg
(1328–1365)
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Elisabeth von Bayern
(1329–1402)
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Wilhelm I. Herzog
(1330–1389)
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Albrecht I. Herzog von Bayern-Straubing
(1336–1404)
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Beatrix von Bayern Königin von Schweden
(1344–1359)
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Agnes Herzogin von Bayern
(1345–1352)
-
Otto V. der Faule Herzog
(1346–1379)
Ludwig der Bayer nimmt in der Geschichte Münchens eine Ausnahmestellung ein, da er die Stadt über Jahrzehnte hinweg zu einem zentralen Bezugspunkt seiner Herrschaft machte. Als erster Wittelsbacher auf dem Kaiserthron prägte er das spätmittelalterliche Reich maßgeblich durch seinen langjährigen Konflikt mit dem Papsttum. Da er die kaiserliche Würde direkt vom römischen Volk und nicht durch die Bestätigung der Kirche empfing, markiert seine Regierungszeit einen entscheidenden Schritt hin zu einer weltlichen, vom religiösen Einfluss unabhängigen Staatsauffassung.
Obwohl das Reich im 14. Jahrhundert noch keine feste Hauptstadt kannte, favorisierte Ludwig München als Aufenthaltsort. Er hielt sich hier weitaus häufiger auf als an jedem anderen Ort des Reiches und förderte den Ausbau der Stadt sowie des Alten Hofes, der als seine Residenz diente. Unter seiner Ägide entwickelte sich München zu einem wirtschaftlichen und politischen Knotenpunkt, wobei er der Stadt sowie vielen anderen bayerischen Kommunen wichtige Privilegien verlieh, die deren Aufstieg begünstigten. Seine Herrschaft war zudem durch eine geschickte Hausmachtpolitik gekennzeichnet, mit der er weite Teile Ober- und Niederbayerns sowie Tirol unter wittelsbachischer Hand vereinte.
In der historischen Rückschau wird er oft als Identitätsfigur für den bayerischen Zusammenhalt und als Patron der dynastischen Einheit betrachtet. Sein Grabmal in der Münchner Frauenkirche zeugt noch heute von der hohen Wertschätzung, die ihm spätere Generationen entgegenbrachten. Sein Wirken legte das Fundament für die Bedeutung Münchens im Gefüge des Heiligen Römischen Reiches und festigte die Stellung der Wittelsbacher als eine der führenden Dynastien Europas. In der Stadtgeschichte bleibt er als der Kaiser in Erinnerung, der München den Glanz einer kaiserlichen Residenz verlieh.
Obwohl das Reich im 14. Jahrhundert noch keine feste Hauptstadt kannte, favorisierte Ludwig München als Aufenthaltsort. Er hielt sich hier weitaus häufiger auf als an jedem anderen Ort des Reiches und förderte den Ausbau der Stadt sowie des Alten Hofes, der als seine Residenz diente. Unter seiner Ägide entwickelte sich München zu einem wirtschaftlichen und politischen Knotenpunkt, wobei er der Stadt sowie vielen anderen bayerischen Kommunen wichtige Privilegien verlieh, die deren Aufstieg begünstigten. Seine Herrschaft war zudem durch eine geschickte Hausmachtpolitik gekennzeichnet, mit der er weite Teile Ober- und Niederbayerns sowie Tirol unter wittelsbachischer Hand vereinte.
In der historischen Rückschau wird er oft als Identitätsfigur für den bayerischen Zusammenhalt und als Patron der dynastischen Einheit betrachtet. Sein Grabmal in der Münchner Frauenkirche zeugt noch heute von der hohen Wertschätzung, die ihm spätere Generationen entgegenbrachten. Sein Wirken legte das Fundament für die Bedeutung Münchens im Gefüge des Heiligen Römischen Reiches und festigte die Stellung der Wittelsbacher als eine der führenden Dynastien Europas. In der Stadtgeschichte bleibt er als der Kaiser in Erinnerung, der München den Glanz einer kaiserlichen Residenz verlieh.