Ernst, Herzog von Bayern-München
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern-München
* 1373 – † 02.07.1438 (München)
Kinder
Herzog Ernst von Bayern-München war ein besonnener und tatkräftiger Regent, dessen Regierungszeit entscheidend für die Festigung Münchens als dauerhafte Residenzstadt war. Als Sohn von Johann II. übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm III. die Herrschaft über das Teilherzogtum Bayern-München. Sein politisches Leben war geprägt von dem Bemühen, die innere Stabilität gegen die Ansprüche seiner machthungrigen Verwandten aus den Linien Landshut und Ingolstadt zu verteidigen.
Besondere historische Aufmerksamkeit erlangte Ernst durch sein hartes Vorgehen gegen die nicht standesgemäße Verbindung seines Sohnes Albrecht III. mit der Baderstochter Agnes Bernauer. Aus Sorge um die dynastische Erbfolge und die rechtliche Stabilität des Landes ließ er Agnes während einer Abwesenheit seines Sohnes in der Donau ertränken. Trotz dieses schweren familiären Konflikts kam es später zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn, was den Fortbestand der Münchner Linie sicherte.
Unter seiner Ägide erlebte München eine Phase der baulichen und administrativen Konsolidierung. Ernst förderte den Ausbau der Stadtbefestigung und die Errichtung repräsentativer Bauten, um den Rang Münchens gegenüber den rivalisierenden Residenzen zu unterstreichen. Er war ein kluger Diplomat, der auf Reichstagen eine geachtete Stimme besaß und als loyaler Unterstützer des Kaisers Sigismund galt, was ihm und seinem Haus politischen Rückhalt in stürmischen Zeiten verschaffte.
In der Stadtgeschichte Münchens bleibt Herzog Ernst als ein Herrscher in Erinnerung, der die Interessen seines Staates und seiner Dynastie über persönliche Gefühle stellte. Er schuf die Voraussetzungen dafür, dass sich Bayern-München schließlich zum dominanten Teilherzogtum entwickeln konnte. Seine letzte Ruhe fand er im Münchner Dom, der Frauenkirche, wo das prachtvolle Kenotaph Kaiser Ludwigs des Bayern auch an seine bedeutende Rolle in der Ahnenreihe der Wittelsbacher erinnert.
Besondere historische Aufmerksamkeit erlangte Ernst durch sein hartes Vorgehen gegen die nicht standesgemäße Verbindung seines Sohnes Albrecht III. mit der Baderstochter Agnes Bernauer. Aus Sorge um die dynastische Erbfolge und die rechtliche Stabilität des Landes ließ er Agnes während einer Abwesenheit seines Sohnes in der Donau ertränken. Trotz dieses schweren familiären Konflikts kam es später zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn, was den Fortbestand der Münchner Linie sicherte.
Unter seiner Ägide erlebte München eine Phase der baulichen und administrativen Konsolidierung. Ernst förderte den Ausbau der Stadtbefestigung und die Errichtung repräsentativer Bauten, um den Rang Münchens gegenüber den rivalisierenden Residenzen zu unterstreichen. Er war ein kluger Diplomat, der auf Reichstagen eine geachtete Stimme besaß und als loyaler Unterstützer des Kaisers Sigismund galt, was ihm und seinem Haus politischen Rückhalt in stürmischen Zeiten verschaffte.
In der Stadtgeschichte Münchens bleibt Herzog Ernst als ein Herrscher in Erinnerung, der die Interessen seines Staates und seiner Dynastie über persönliche Gefühle stellte. Er schuf die Voraussetzungen dafür, dass sich Bayern-München schließlich zum dominanten Teilherzogtum entwickeln konnte. Seine letzte Ruhe fand er im Münchner Dom, der Frauenkirche, wo das prachtvolle Kenotaph Kaiser Ludwigs des Bayern auch an seine bedeutende Rolle in der Ahnenreihe der Wittelsbacher erinnert.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_(Bayern)