Albert Fürst von Thurn und Taxis

Albert, Fürst von Thurn und Taxis

Haus: Thurn und Taxis

* 08.05.1867 (Regensburg) – † 22.01.1952 (Regensburg) Regensburg /Gruftkapelle des Schlosses St. Emmeram

Albert

Kinder

Keine Kinder erfasst
Als achtes Oberhaupt des Hauses Thurn und Taxis prägte Albert Maria Joseph Maximilian Lamoral eine Ära des Übergangs von der monarchischen Tradition zur modernen Verwaltung eines immensen Familienvermögens. Nach Studien der Rechtswissenschaften, Nationalökonomie und Kunstgeschichte übernahm er die Leitung des Hauses und konsolidierte dessen wirtschaftliche Basis in einer politisch instabilen Zeit.

In Bayern nahm er als erbliches Mitglied der Kammer der Reichsräte aktiv am parlamentarischen Leben teil. Sein Wirken zeichnete sich durch ein ausgeprägtes mäzenatisches Selbstverständnis aus, das sich in der großzügigen Förderung von Kunst, Wissenschaft und sozialen Einrichtungen manifestierte. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für das Sanitätswesen während des Ersten Weltkriegs sowie die Gründung einer Notstandsküche zur Versorgung Bedürftiger in der Nachkriegszeit.

Unter seiner Führung bewahrte das Haus trotz erheblicher Gebietsverluste und gesellschaftlicher Umbrüche seine kulturelle Relevanz. Durch die kontinuierliche Pflege der fürstlichen Hofbibliothek und des Zentralarchivs leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Dokumentation europäischer Post- und Adelsgeschichte. Seine akademische Anerkennung fand unter anderem in der Verleihung der Ehrendoktorwürde Ausdruck. Er war mit Margarethe von Österreich verheiratet, wodurch die engen dynastischen Verbindungen zum habsburgischen Kaiserhaus unterstrichen wurden.